1. Liga KMPKT – Rückblick auf den 8. Spieltag

Was für ein Spieltag! Bereits am Freitag hat sich abgezeichnet, dass dies ein Torreicher Spieltag wird. Der Hamburger Sportverein verliert mit 3:0 gegen Eintracht Frankfurt und somit hat die Eintracht zumindest auf Rang vier übernachtet.

Frankfurt kinderleicht

Rene Adler war nach dem Spiel sichtlich angefressen. „Warum muss ich immer das Ar*** sein, der den Mist erklären muss?“. Da hat er allerdings recht. Verliert der HSV, stellt sich niemand den Fans oder der Presse. Nur Rene Adler und manchmal Lewis Holtby stellen sich den unangenehmen Fragen der Reporter. Am Freitag Abend hatte er die Nase voll und er fand deutliche Worte dafür. Am Samstagmorgen gab es dann auch noch deutliche Worte von Thomas Gisdol. Die Mannschaft lief eine lockere Jogging Runde im Volkspark, hatte ein paar Krafteinheiten im Trainingszentrum und anschließend ging es in die HSV-Kabine im Stadion. Dort fand sich die Mannschaft, Thomas Gisdol und sogar Dietmar Beiersdorfer zusammen. Gisdol sagte der Presse dass er deutliche, aber dennoch sachliche Worte fand zu der Leistung am Freitagabend. Doch was war passiert?

Um 20:30 Uhr pfiff Günter Perl die Partie an und es ging gleich richtig gut los. Die Eintracht dominierte das Spiel von Anfang an. Die Spieler von Thomas Gisdol nur bewegliche Slalomstangen. Dementsprechend oft kamen die Frankfurter auch vor das Tor von Rene Adler. In der 35. Minute war es dann soweit! Branimir Hrgota mit viel Platz auf dem rechten Flügel und bringt den Flachpass vor das Tor von Rene Adler, da steht Lewis Holtby und will klären doch er versenkt den Ball versehentlich im eigenen Tor. 1:0 (35. Minute) für Eintracht Frankfurt! Kurz darauf bringt Dennis Diekmeier seinen Gegenspieler im Laufduell zu fall – die Folge Gelbe Karte!

Nach dem Tor kam nicht mehr viel von beiden Mannschaften. Der HSV hatte in der 38. Minute dank Alen Halilovic noch eine gute Chance. Er war bereit an allen vorbei, wurde nur noch von einem Abwehrspieler verfolgt, alleine vor Hradecky kommt er jedoch ins stolpern und verliert den Ball. Hamburg fehlt eine zündende Idee um gefährlich vor das Tor der Frankfurter zu kommen. Die Eintracht versucht es überwiegend mit Distanzschüssen, von der sechzehner-kante.

Mit zwei Minuten Nachspielzeit schickt Günter Perl die Mannschaft in die Kabine.

Frankfurt wechselt nicht, Thomas Gisdol lässt Alen Halilovic in der Kabine, in die Partie kommt der bisher einzige Bundesliga-Torschütze der Saison, Bobby Wood.

Hamburg zeigte nun seine stärkere Seite. Sie versuchten den Ball hauptsächlich zu verwalten und haben in der Partie mehr Ballbesitz. Torchancen konnten sich jedoch beide Mannschaften nicht weiter erarbeiten.

In der 58. Minute schaden sich die Hamburger nun nochmals selbst. Dennis Diekmeier, sah bereits in der 36. Minute eine gelbe Karte, ging gegen Bastian Oczipka unfair in den Zweikampf. Die Folge – Gelb-Rote-Karte. Das trifft die Hamburger schwer.

Nut drei Minuten nach dem Platzverweis machte sich die Unterlage bemerkbar. Diesmal kombinierte sich die ganze Mannschaft gut durch das Mittelfeld des Platzes. Der Ball landet abschließend bei Shan Tarashaj, der links im Strafraum einen kurzen Haken schlägt und den Ball anschließend unmittelbar im linken Winkel versenkt. Rene Adler hatte keine Chance um hier das 2:0 zu verhindern.

Man merkt, dass die Hamburger nun ohne richtige Abwehr spielen. Nachdem Spahic ausgewechselt werden musste und Diekmeier des Platzes verwiesen wurde. Jung und Ekdal nur Aushilfen in der Verteidigung.

In der folgenden Spieleit rettete Rene Adler immer wieder die Hamburger vor einen noch größeren Rückstand. Doch damit war auch in der 70. Minute Schluss. In der 69. Minute verlor Seferovic noch das Duell gegen Rene Adler, diesmal traf er jedoch. Der Angriff der Frankfurter läuft wieder über die linke Seite. Seferovic bekommt den Ball und kann ihn im Tor unterbringen. Jetzt hieß es für Frankfurt nur noch um die Ergebnisverwaltung. Sie spielten das Ergebnis souverän runter. In der 80. Minute kam Lasogga nochmal gefährlich vor das Tor. Der Schuss geht jedoch links neben das Tor von Lukas Hradecky. Und das war es dann auch schon. Frankfurt gewinnt souverän gegen den HSV. Für Thomas Gisdol werden es jedoch harte Wochen.

Volland fliegt, Schmidt lässt ihn nicht alleine

 

Roger Schmidt hat ein Herz für Kevin Volland. Volland musste durch ein sehr dummes Foul bereits in der sechsten Minute vom Platz, nachdem er Karim Demirbay mit einer Notbremse am Torabschluss hinderte. Dumm gelaufen, die Werkself somit nur noch zu zehnt.

Die Unterzahl konnte Leverkusen nicht gut kompensieren und kassierte in der 15. Minute (Demirbay) und 49. Minute (Wagner) jeweils ein Tor.
Dann kam es zu dem Diskussionsthema des Wochenendes. Roger Schmidt wird auf die Tribüne verwiesen, nachdem er mit nicht ganz so schönen gegenüber seines Kollegen Julian Nagelsmann glänzte. Für Bastian Dankert war die Situation klar, nach kurzer Abstimmung mit seinem vierten Offiziellen. Für diese Worte muss Schmidt auf die Tribüne. Doch muss man wegen so einer “Kleinigkeit” gleich vom Platz?

Seit Samstag gab es viele unterschiedliche Reaktionen von anderen Trainern aus der Bundesliga. Die Auffälligste kam aus Freiburg von Christian Streich. Man solle den Trainern mehr Raum geben und sie mal machen lassen.
Meine Meinung ist ganz klar. Das was Roger Schmidt gemacht/gesagt hat war vollkommen ok. Fußball ist ein emotionaler Sport der eben seine Emotionen braucht. Warum sollte man sich als Profitrainer verstecken? In den Amateurligen ist dieser Umgang ja schon fast gang und gebe. Sollte das so weiter gehen sind wir bald soweit, dass die Trainer nur noch mit einer Hand vor dem Mund sprechen und bloß weit weg von jeder Kamera/Mikrofon stehen.
Die Leute stehen doch auf solche Trainer, die Emotionen zeigen. Jürgen Klopp, Thomas Tuchel, Matthias Sammer, Christian Streich und und und. Alles Trainer die immer mal wieder einen Ausraster haben und sich somit in die Herzen der Fans “Schreien”. Schade, dass dieses Thema gerade bei Roger Schmidt wieder dieses Thema aufgeräumt werden musste. Die Strafe von zwei Spielen ist ok und damit sollte man es belassen.

Das Spitzenspiel was keines war

Das war so ein bisschen das Motto des Spieltags. Von mir persönlich wurde Hertha gegen Köln als Spitzenspiel deklariert. Auch Bayern gegen Gladbach war ein Topspiel. Beide Spiele waren für mich ein Spannungsflop. Den beiden unerwarteten Spitzenreitern Berlin und Köln, wurde die Show vom FC Ingolstadt gestohlen. In der Konferenz hieß es öfter mal – TOR IN INGOLSTADT. Die Ingolstädter hätten nämlich fast Borussia Dortmund geschlagen, die das Desaster in letzter Minute abwenden konnten, es ging 3:3 aus. Somit ging die Partie in Berlin ein bisschen unter.

Berlin hatte die Partie lange im griff. Köln konnte lange nichts entgegensetzen, deshalb ging die 1:0 Führung von der Alten Dame aus Berlin vollkommen in Ordnung. Köln spielte sich dann immer langsamer ran. Die Folge: Modeste trifft zum 1:1. Berlin kommt zurück und Niklas Stark trifft per Kopf. Es tut mir herzlich leid, ich habe mir einfach mehr erhofft. Eine sehr durchschnittliche Partie ohne irgendwelche Besonderheiten. Schade.

In München das selbe Spiel. Der FC Bayern München spielte für sich. Andre Schuberts Team konnte gegen gut stehende Münchener nichts entgegensetzen. Deshalb stand es dann auch relativ schnell 2:0 für Bayern, dies war der Halbzeit- und gleichzeitig der Endstand. Schade, dass da nicht mehr kam aus Gladbacher Sicht.

Bremen kann die Bullen auch nicht stoppen

Wer will denn diese Mannschaft noch stoppen? Zugegeben … Werder Bremen ist jetzt nicht der Gegner wo man sagt, dass die jetzt unbedingt RB Leipzig schlagen mussten, doch die 3:0 Niederlage war dann doch to much. Somit schafft es RB auf den zweiten Platz!

Im großen und ganzen ein schönes Fußball Wochenende! Nun gehts unter der Woche im Pokal zur Sache! 😉

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