Das war die EM 2016 in Frankreich!

Wie schön war die EM – nicht?

Ach ja und schon müssen wir wieder zwei Jahre auf ein großes Internationales Turnier warten. 2018 geht es in Russland um die Mission Titelverteidigung für die Mannschaft. Aber was war diese Europameisterschaft so los?

Und wir warten…

Es war das Turnier des Wartens. Immer und immer wieder mussten wir warten auf eine Entscheidung bis in die letzten Minuten eines Spiels. Das konnte man schon im Eröffnungsspiel der EM sehen. Erst in der 89. Spielminute konnte Dimitri Payet das Siegtor zum 2:1 für Frankreich schießen. Selbes passierte in den Spielen Wales gegen die Slowakei und Deutschland gegen die Ukraine!

Insgesamt wurden in dieser EM neun Tore in der 90 Minute plus die Nachspielzeiten geschossen. Vielen Zuschauern war das einfach zu viel. Es war ein abwartendes Spiel von allen Mannschaften und oftmals hat es einfach nur gut funktioniert. Bestes Beispiel hierfür ist wahrscheinlich die Nationalmannschaft von Portugal! Nur einmal konnte Portugal ein Spiel innerhalb von 90 Minuten gewinnen – In der Gruppenphase kein Spiel gewonnen, gegen Kroatien in der 117. Minute das entscheidende Tor, im Viertelfinale gegen Polen musste man sogar bis ins Elfmeterschießen. Nur im Halbfinale gegen Wales konnte man innerhalb der regulären Spielzeit von 90 Minuten gewinnen. Und auch im Finale musste man in die Verlängerung…

Die Spielweise war bei dieser Europameisterschaft bei fast allen Mannschaften warten. Sie haben uns warten und warten lassen. Hoffentlich schauen sich die Verein diese “erfolgreiche” Spielweise nicht ab 😉

Nun warten wir bis 2020 auf die nächste Europameisterschaft, um zu sehen ob es einen besseren Europameister als Portugal geben wird.

Das Favoriten scheitern

Ja für England, Spanien und auch Kroatien war das Turnier schon im Achtelfinale vorbei. Auch Belgien mussten sich bereits im Viertelfinale verabschieden. Dafür konnten Mannschaften wie Island und Wales glänzen, doch was war los mit den Turnierfavoriten?

England: Roy Hodgson wurde für dieses scheitern der Three Lions verantwortlich gemacht, doch ich bin der Meinung, dass dieser Mann etwas bewegen hätte können. Nun nicht mehr, direkt nach dem Ausscheiden gegen Island am 27. Juni wurde der Engländer entlassen.

Hodgson hat diese Mannschaft komplett erneuert. Viele Junge Spieler sind nachgerückt und dafür mussten viele alte gehen. Er brachte die Jugendmannschaften wieder auf Touren und wollte nachhaltig planen. Der 68-Jährige hatte einen guten, den er akribisch verfolgt hat. Doch für diese Europameisterschaft hat es nicht gereicht. Die Engländer flogen mit einem 1:2 raus gegen Island aus dem Turnier. Bereits in der Gruppenphase musste man förmlich Zittern. Mit nur 5 Punkten (1 Sieg, 2 Unentschieden) konnte man sich als Gruppenzweiter, hinter Wales, für die Runde der letzten 16 qualifizieren. Am Ende bleibt ein bitterer Nachgeschmack für alle beteiligten der Three Lions und man muss sich neu strukturieren für die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2018.

Spanien: Achtelfinale? Als Ausfahrt genutzt! Gegen Italien war Schluss für den Europameister von 2008 und 2012. Favorit gegen Favorit. Spanien holte sechs Punkte in der Vorrunde und konnte im dritten Gruppenspiel nur von Kroatien bezwungen werden. Selbes passierte gegen Italien. Chiellini (33. Minute) und Pellé (90.+1 Minute) besiegelten das aus von den Spanien und verhinderten das Europatripple. Abgesehen von den beiden ersten Spielen und die erste hälfte gegen Kroatien konnte Spanien nicht in überzeugen. Seit dem Kroatien Spiel konnte man den Gegner nicht mehr unter Druck setzen.

Kroatien: Eben noch waren Sie Titelfavorit, dann schieden sie auch schon gegen den späteren Europameister Portugal aus. Es war ein sinnbildliches Spiel für diese Europameisterschaft, indem die Kroaten ausgeschieden sind. Erst in der 117. Minuten konnte Quaresma, Kroatien in die Knie zwingen. Kroatien war nach dem Spiel gegen Spanien einer der Titelfavoriten, doch gegen Portugal konnte man diesen Druck nicht über die 120 Minuten nicht stand halten.

Belgien: Seit gefühlt 100 Jahren sind die Belgier nun schon Geheimfavorit mit ihrer goldenen Generation. Dieses Jahr musste man sich erstmal in das Turnier finden. Gegen Italien musste man gleich im Eröffnungsspiel den ersten Rückschlag hin nehmen. Im Stade de Nice konnte man den ersten Sieg gegen Schweden holen, doch auch dieser Sieg musste erkämpft werden. Erst in der 84. Minute Schoss Radja Nainggolan das Siegtor. Im letzten Spiel gegen Ungarn schien alles so, also ob alles gut sei. Mit 4:0 fertigte Belgien die Ungarn ab. Im Viertelfinale wartete nun Wales auf die Red Devils. Es schienen alle Weichen für das Viertelfinale gestellt zu sein, doch Wales wollte selbst ganz weit kommen!
Das Spiel begann gut für die Belgier, wieder ein Tor von Nainggolan brachte die roten Teufel in Führung. In der 31. Minute startete die starke Phase der Waliser. Ashley Williams eröffnete das Torfestival mit einer überraschenden Eckballvariation. Zu viert standen Williams, Bale, Ramsey und Joe Allen im Strafraum, sie verteilten sich nur Williams blieb stehen, bekam den Ball auf den Kopf und konnte das 1:1 erzielen. In der 55. und 86. Minute trafen noch Robson-Kanu und Sam Vokes. Der Geheimfavorit war wieder raus. Warum schafft es Belgien nicht die Erwartungen zu erfüllen. Mindestens ins Halbfinale hätte man mit diesen Spielern erreichen müssen, doch man merkt, dieses Team ist keine Mannschaft. Nicht jeder läuft für jeden. Es fehlt an einer gemeinsamen Spielidee, dabei fehlt es nicht an kreativen Köpfen! Mit de Bruyne, Hazard und Carrasco kann man jeder Mannschaft gefährlich werden. Es wird spannend, ob Belgien es schafft 2018 (bei der WM in Russland) eine bessere Figur zu machen.

Überraschungen und überragende Fans

Die größte Überraschung bei dieser Europameisterschaft sind ganz klar die Isländer. Bis ins Viertelfinale konnte man sich durchsetzen, dort musste man sich dann gegen den Gastgeber Frankreich geschlagen geben. Die Fans einmalig – Die Spieler einmalig – Das Ergebnis einmalig! Das erste mal dabei und dann gleich so im Fokus, dass ist Fussball. Die Isländer hatten sich wahrscheinlich keine großen Chancen ausgerechnet, ein Vorrunden aus war eigentlich vorprogrammiert, doch bereits in der Gruppenphase konnte man beweisen was in Ihnen steckt. Ungeschlagen aus der Vorrunde raus gegangen, zwei mal Unentschieden gegen Portugal und Ungarn, jeweils 1:1 und ein Sieg gegen Österreich (2:1). Im Achtelfinale begegnete man schon den großen Engländern. Das Turnier schien somit schon gelaufen. England war zwar noch nicht richtig im Turnier drin, doch jeder dachte, dass es sich nun mit diesem Spiel ändern könnte – falsch gedacht. Island schmeißt England aus dem Turnier, nachdem die Three Lions sogar eine frühe Führung erzielen konnten. Direkt nach dem 1:0 der Engländer schoss Ragnar Sigurdsson das 1:1. In der 18. Minute kam es dann schon zum späteren Endstand. 2:1 für Island nach einem Tor von Kolbeinn Sigthórsson. Gegen Frankreich musste man sich schließlich geschlagen geben, doch es war trotzdem ein überragendes Turnier für die neuen aus dem Norden. Nicht zu schweigen von den Fans, die ihre Mannschaft immer mit ihren „HUH“-Rufen unterstützt haben. Ich finde es schade, dass so viele Fans von anderen Mannschaften ebenfalls gemacht haben, aber bei den Isländer ist und bleibt es einzigartig.

Schlaflied, Autoreparatur, schöne Frauen besingen und viel Stimmung im Stadion. Das waren die Fans der Iren. In Bordeaux sang man ein Schlaflied in der U-Bahn, für ein Baby, dass nicht schlafen wollte. Sportlich waren die Iren nicht so auffällig, wie ihre Fans. Nur ein Sieg gegen Italien (1:0) und ein Unentschieden gegen Schweden (1:1) konnte man bei dieser Europameisterschaft an Punkten einholen. Gegen Frankreich war in der Runde der letzten 16 Schluss. Auf die Fans freue ich mich auf jeden Fall auch bei ihrer nächsten großen Turnierteilnahme! Vielleicht ja auch mal bei einer Weltmeisterschaft 😉

Will Grigg’s on Fire! Will Grigg’s wurde am meisten gefeiert, hat aber genau so viel gespielt wie Julian Weigl. Nicht eine einzige Minute. Nordiren haben ihn trotzdem jedes mal gefeiert und sein Lied gesungen. Wieder sportlich gesehen konnten die Nordiren uns auch begeistern. Mit einem 2:0 gegen die Ukraine konnte man sich als bester dritter Qualifizieren. In der Runde der letzten 16 spielte man dann gegen Wales und verlor dort durch ein Eigentor von McAuly in der 75. Minute. Schade Nordirland, aber danke für die Stimmung.

Nun zu der Überraschungsmannschaft die am weitesten gekommen ist. Wales. Bis ins Halbfinale hat man es geschafft, um die Sensation perfekt zu machen hätte man sich gegen Portugal noch durchsetzen müssen, doch da hat der liebe Fussballgott gesagt, dass es einfach zu viel ist. Mit der Gelb-Sperre von Aaron Ramsey musste man einen wichtigen Ausfall hinnehmen. Im Viertelfinale gegen Belgien konnte Ramsey sein bestes Spiel machen bei dieser EM. Auffällig und Spielstark, das hat gefehlt gegen Portugal, so das der Traum vom Finale im Stade de France  geplatzt ist. Schade für Wales, man hätte es ihnen gegönnt, aber in vier Jahren kommt die nächste Europameisterschaft!

Gleich vier Mannschaften, die eine Überraschung bei dieser Europameisterschaft geschafft haben. Natürlich ist auch der Europameister Portugal einer Überraschung, ja sie waren Geheimfavorit, aber hatte sie wirklich jemand auf dem Zettel?

Diese Euro hat gezeigt, dass die großen den Titel nicht mehr unter sich aus machen, sondern die kleinen ein ganzes Turnier umkrempeln können. Das haben sie schon in der Gruppenphase geschafft, sodass auf der rechten Seite alle Neulinge (bzw. ohne EM Titel) standen und auf der linken Seite des Tableau, mussten die ganz großen Mannschaften den Halbfinalisten unter sich aus machen. Mal schauen wo die Entwicklung hingeht.

Das scheitern der deutschen Nationalmannschaft…

War es wirklich ein scheitern der deutschen Nationalmannschaft? Seit 2008 jedes Jahr mindestens im Halbfinale. Darunter waren der Finaleinzug bei der EM 2008 und der verdiente WM-Titel 2014, an den wir uns alle gerne erinnern.

Blickt man auf das Turnier zurück bzw. schon kurz davor, dann sieht man das es einfach nicht laufen sollte. Erste Botschaft, Reus nicht im Kader. Warum? Weil er so schwer verletzt ist, dass eine Genesung während der Europameisterschaft nicht möglich ist. Bitter für Reus und schlimm für das Spiel der Nationalmannschaft.

Erstes Training im Mannschaftsquartier in Evian und schon die nächste Verletzung – Antonia Rüdiger fällt aus wegen einer schweren Knieverletzung, Jonathan Tah wird aus dem Urlaub geholt und muss den 23-Jährigen ersetzen.

Bis zum ersten Spiel gab es zum Glück keine besonderen Vorkommnisse in Bezug auf das Verhalten oder die Gesundheit der Spieler.

Es kam das erste Spiel gegen die Ukraine. Ein schweres Spiel stand bevor, einfach weil man aus den beiden Tests im Rahmen der Vorbereitung nicht erkennen konnte auf welchem Level die Jungs vom Joachim Löw sind. Glücklich, aber verdient konnte man ein 2:0 über die Bühne bringen – erster Gegner geschafft. Nun kann man sich auf den wahrscheinlich stärksten in der Gruppe konzentrieren, die Polen. Die Mannschaft um Robert Lewandowski zeigte gegen Nordirland auch keine überdominanz und siegte nur mit 1:0, es schien als ob Polen doch nicht so schwer werden würde wie gedacht – doch es wurde so schwer, wie man vorher dachte.

Über 90 Minuten war es ein richtiger Kampf dieser beiden Mannschaften, der keinen Sieger hervorbringen wollte. Gegen die Ukraine wurde noch die Verteidigung kritisiert, nun ging die Kritik an die Offensive, was sich durch das ganze Turnier zog. Man sah schon gegen Polen, dass und das Tore schießen schwer fällt und wir nicht in bester Verfassung sind. Doch woran lag es?

Gegen Nordirland wollte man es wissen und Fehler beheben. Das gelang der Mannschaft nicht. Auch hier konnte man nur mit einem dürftigen 1:0 glänzen. Nur Marion Gomez, der einzige gelernte Stürmer im Kader, konnte gefährlich vor das Tor der Nordiren kommen. Fazit der Vorrunde – wir sind einfach zu ungefährlich. Das musste sich für das Spiel gegen die Slowakei ändern. Und es hat sich geändert. Mit 3:0 konnte man sich für die Testspiel-Niederlage revanchieren! Boateng, Gomez und Draxler trafen für die deutsche Nationalmannschaft und ließen alle Zweifel hinter sich – erstmal.

Der Fokus war nun auf das Spiel im Viertelfinale gegen Italien. Es wurde so viel diskutiert um den Italien-Fluch und das wir schon so ewig nicht mehr gegen Italien gewonnen haben. Die Reaktion von Löw und Co. waren Top! Es war jedem Verantwortlichen und Spieler egal was damals oder 2012 passiert ist, was gezählt hat war das nächste Spiel.

Am 02. Juli war es dann soweit. Deutschland gegen Italien. Einige Umstellungen und auch eine neue Taktik sollten gegen den Angstgegner den Erfolg und somit den Einzug ins Halbfinale bringen.

Das Spiel fing ganz gut an, einziger Rückschlag in der Anfangsphase war die Verletzung von Sami Khedira, der bereits nach 16 Minuten vom Platz musste. Ins Spiel kam der Kapitän Bastian Schweinsteiger. Es zeigte sich wieder das Problem aus der Gruppenphase, keine Torgefährlichkeit. In der 65. Minute dann endlich die Erlösung für die deutsche Mannschaft. Nach einer überragenden Kombination zwischen Jonas Hector und Mario Gomez kam man über die linke Seite bis in die Torauslinie. Hector lief ein und passte den Ball an den Rand des Fünfmeterraums vor’s Tor. Da stand Mesut Özil, der zum 1:0 vollenden konnte.

Jetzt hieß es Ergebnisverwaltung! Deutschland musste den Ball nur vom eigenen Tor fern halten, das hat funktioniert. Dabei aber der „Fehler“ von Jerome Boateng. Handspiel, Elfmeter. Es ist verständlich warum die Hand da ist, wo sie ist und es ist auch nicht verständlich warum die Hand da oben ist, wo sie ist. Somit hätte man tatsächlich den Elfmeter auch nicht geben können, aber der Unparteiische hat es getan. Bonucci trifft zum 1:1. Das zittern geht weiter, bis in die Verlängerung. Weder in der verbleibenden Spielzeit, noch in der Verlängerung konnte eine Finale Entscheidung getroffen werden. Es ging ins Elfmeterschießen.

Ich bezweifle, dass irgendjemand während dem Elfmeterschießen noch auf seinem Platz saß. Spannung pur!

Der vorletzte Schütz – Jonas HecTOR – hat uns dann letztendlich von dem „Italien-Fluch“ erlöst! Die Mannschaft zog ins Halbfinale ein, indem es gegen den Gastgeber Frankreich ging.

Aus dem Italien Spiel konnte man wieder ein Fazit ziehen, wir müssen in der Offensive zu legen, doch das war schwierig. Mario Gomez fiel für das Halbfinale aus, nachdem er gegen Italien verletzt ausgewechselt werden musste. Auch ohne Sami Khedira und Mats Hummels musste man den Gastgeber in Schwierigkeiten bringen.

Fünf Tag nach dem kräftezehrenden Italien-Spiel, nun musste man ein weiteres anstrengendes Spiel spielen und hoffentlich gewinnen.

Alles kam anders. 10 überragende Minuten der Franzosen konnten die Deutschen mehr oder gut überstehen. Danach dominierte man das Spiel, man hatte Abschlüsse, aber wirklich gefährlich wurde man nicht. Kurz vor der Halbzeit wieder ein Handspiel. Wie schon im Spiel gegen Italien war die Hand da, wo sie eigentlich nicht hin gehört. Diesmal war der Pechvogel allerdings Bastian Schweinsteiger. Griezmann verwandelt zum 1:0 für Frankreich.

Selbes Bild in der zweiten Halbzeit. Wieder starke anfangs Viertelstunde der Franzosen und dann dominierten wieder die deutschen, aber vergeblich. Man kam nicht gefährlich vor das Tor und musste in der 75. Minute sogar das 2:0 kassieren. Nach dem zweitem Gegentor versuchten die Deutschen noch mehr und mehr, aber ein Tor ist nicht für Deutschland rausgesprungen. Wieder ein ausscheiden im Halbfinale.

Zu viel passen und zu ungefahr für eine Mannschaft. Es fehlte ein Spieler wie Gareth Bale oder eben ein Marco Reus, der auch mal die Linie entlang rennt und versucht selbst über die außen ein Tor zu schießen. Gerade eben die Spielart von einem Arjen Robben, die einfach so gefährlich ist und jede Mannschaft in Turbulenzen bringt. Ich denke, dass das Potential da war, aber es nicht zu hundert Prozent von den deutschen genutzt wurde.

Es war eine lange Saison und das hat man den Spielern auch angesehen. Trotz allem ist das erreichen eines Halbfinales natürlich ein überragendes Ergebnis, aber in Anbetracht des eigentlichen könnens dieser deutschen Nationalmannschaft hätte auch ein Titel rausspringen können.

Der nächste Angriff wird 2018 erfolgen. In Russland heißt die Mission dann Titelverteidigung!

Der am Ende Glücklose Gastgeber…

Schade, Schade, Schade Frankreich…Wir hätten es euch so sehr gegönnt! Eine Niederlage musste man einfahren und diese auch noch im Finale. Frankreich wurde Opfer der Portugiesischen Spielweise und eben dem oben angesprochenen WARTEN. Auch Frankreich musste lange warten auf eine Entscheidung. Man muss dazu sagen, die Franzosen haben es sich selbst verspielt im Finale. In der 90. Minute hatte Gigniac die größte Chance des Spiels, die leider ungenutzt blieb. Besonders schlimm muss diese Niederlage für Antoine Griezmann gewesen sein. Nach dem verlorenen Champions League Finale, wurde nun auch das viel größere Finale verloren, das EM Finale, verloren. Am Sonntag Abend sah man dem Französischen Star bereits an, dass es ein schwerer Schlag für ihn ist.

Als Gastgeber wollte man das Turnier gewinnen und nicht nur dominieren, so wie sie es getan haben. Frankreich war für mich die beste Mannschaft in diesem Turnier und leider konnten sie das im Finale nicht auf den Platz bringen.

Was bleibt den Franzosen von dieser EM? Ganz klar eine überragende Mannschaft mit Zukunft. Didier Deschamps hat eine Mannschaft geformt, was in Frankreich zuletzt nie der Fall war. Frankreich war in den letzten Jahren immer wieder eine Skandalmannschaft. Bereits 2006 im Weltmeisterschaftsfinale fing es an mit dem Kopfstoß von Zinedine Zidane. 2010 in Südafrika gab es den Spielerboykott gegen den damaligen Trainer. Dann kam Deschamps und hat was bewegt.

Das war nur der Anfang der neuen französischen Nationalmannschaft. Pogba, Payet und Griezmann sind die Zukunft der Franzosen und mit Kingsley Coman und Martial kommen genau so gut Spieler nach.

Und ganz nebenbei, ein super Gastgeber waren sie auch noch!

Der Weg des Siegers!

Knapp 30 Minuten in Führung haben den Portugiesen für diesen Europameisterschaftstitel gereicht. Jeder der die Euro 2016 verfolgt hat weiß, dass diese 30 Minuten sich nicht auf das Finale beziehen, sondern auf das ganze Turnier. Nur knapp 30 Minuten in Führung hatten die Portugiesen über das gesamte Turnier. Es war eine reine Defensivleistung. In der Gruppenphase konnte man keinen Sieg holen, dafür aber gleich drei Unentschieden. Gegen Island, Österreich und Ungarn war es ein Zittern, aber auch eine Überraschung. Im letzten Gruppenspiel gegen Ungarn zog man nach jedem Gegentor nach, was eine überragende Leistung war und ein Grundstein des Erfolgs. Als einer der besten Dritten konnte Portugal ins Achtelfinale einziehen und musste gleich mal gegen Kroatien an. Ein spektakuläres Spiel. Kroatien war Portugal zu jeder Zeit im Spiel überlegen, doch drei Minuten vor Schluss der Verlängerung schoss Quaresma mit Hilfe von Cristiano Ronaldo das 1:0 – Ab ins Viertelfinale gegen Polen.

Gegen Polen ging es sogar bis ins Elfmeterschießen ein vergebener Schuss von Jakub Błaszczykowski sorgte dafür, dass auch hier die Portugiesen eine Runde weiter gekommen sind.

Das überlegenste Spiel war das Halbfinale gegen Wales. Die Waliser konnten Portugal in diesem Halbfinale nichts entgegensetzen. Mit 2:0 flog dann auch Wales aus dem Turnier, aber als einziger Team innerhalb von 90 Minuten!

Es bleibt nur noch zusagen – Respekt an Portugal und herzlichen Glückwunsch zum Titel bei der Europameisterschaft 2016 in Frankreich!

Mannschaft und Spieler des Turniers

Tor: Rui Patricio
Abwehr: Guerreiro, Pepe, Boateng, Kimmich
Mittelfeld: Kroos, Allen, Griezmann, Ramsey, Payet
Sturm: Cristiano Ronaldo

Wir kommen zur Mannschaft des Turniers. Bei der Mannschaft des Turniers kann ich der UEFA weitestgehend zustimmen.

Mir persönlich fehlt ein Gareth Bale und Ashley Williams. Die beiden Waliser konnten bei dieser EM überragende Leistungen abliefern und haben sich hervorgehoben. Natürlich ist es schwer einen Bale in diese ohne hin schon gut besetzte Top-Elf rein zu fummeln, aber auch er hätte eine Platz verdient! Ashley Williams könnte man relativ leicht in die Mannschaft einfügen. Meines Erachtens war Pepe nicht so stark, dass man ihn in diese Mannschaft einbringen muss.

Auch der Spieler des Turniers ist unangefochten mit Antoine Griezmann! Er war einfach nur Überragend und man hat ihm in jeden Spiel die Freude an diesem Spiel angesehen. Er hat gezeigt wie man Fußball spielen muss und wie viel Spaß dieser Sport machen kann. So hat er, finde ich, eine klasse Botschaft rüber gebracht.

Für mich ist er einer der besten Spieler der Welt und ich hoffe, dass Griezmann bei der Wahl zum Ballon d’Or in Betracht ziehen.

Auch an dieser Stelle vielen Dank an Antoine Griezmann, für diese einzigartige Spielweise und seiner guten Laune!

Als Fazit kann man ziehen, dass es eine sehr schöne EM war auf die wir lange warten musste, in der wir lange auf Tore warten mussten in den einzelnen Spielen und wir jetzt wieder warten müssen auf die Europameisterschaft 2020 in ganz Europa.

Wie ist eure Meinung zu dieser EM 2016? Schreib es in die Kommentare oder eine E-Mail an eine-frage@buli-kmpkt.de !

Gruß Jonas!

Dankeschön an den Gastgeber Frankreich, Dankeschön an alle Verantwortlichen dieser Europameisterschaft, an alle Mannschaften und Verbandsverantwortlichen, an die Spieler und vor allem an die überragenden Fans, die eine einzigartige Stimmung in Frankreich ermöglicht haben! Gemeinsam vereint!

 

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