Die Woche KMPKT! #09

Die nächste Woche ist vorbei und wir müssen uns bereits jetzt von zwei Trainern verabschieden. Sowohl aus der zweiten, als auch aus der ersten Bundesliga. Für mich waren es zwei überfällige Entscheidungen, die nun endlich durchgezogen worden sind.
Beginnen wir doch mal mit Viktor Skripnik und seinen Abschied.

Am Ende des Berichts findet ihr eine Umfrage. Ich bitte euch um eure Meinung! Das Ergebnis dann nächste Woche!

Überfälliges Aus bei Werder

Gestern war es soweit. Frank Baumann eröffnet die, von den Fans lang ersehnte Pressekonferenz. Die Trennung von Viktor Skripnik wurde bekannt gemacht. Nach vier Pflichtspiel Niederlagen konnte man nicht länger an ihm festhalten. Nur 2 Tore konnten die Bremer in den bisher drei gespielten Spielen in der Bundesliga erzielen. 12 Gegentore wurden kassiert, sechs davon gegen die Bayern. Doch wie war das alles mit Skripnik?

Letztes Jahr schaffte er noch den direkten Klassenerhalt. In den letzten drei Spieltagen schaffte es Skripnik die Mannschaft und Fans soweit zu motivieren, dass alle an einem Strang gezogen haben. Gemeinsam schaffte man es die Klasse zu halten, ohne in die Relegation zu müssen. Eine Konsequenz aus dem Jahr zog jedoch nur der damalige Sportdirektor Thomas Eichin. Er verließ den Verein und Frank Baumann übernahm sein Job. Dieser verlängerte sofort mit Viktor Skripnik bis 2019.
Über die Vorbereitung war es ruhig geworden um den SV Werder Bremen. Gute Ergebnisse in den Testspielen konnten den Fans Hoffnungen machen. Auch der Transfer von Max Kruse wurde von den Fans ersehnt. Dann kam das erste Pflichtspiel im Pokal gegen die Sportfreunde Lotte. Ein überraschender Sieg von Lotte schockte zum ersten Mal die Bremer Fans und vor allem Viktor Skripnik. Frank Baumann reagierte sofort und wollte keine Diskussionen aufkommen lassen. Eine Achtspiele Garantie sprach er dem gebürtigen Ukrainer aus.
Mit Vertrauen ging es dann in das erste Spiel gegen den Rekordmeister. Auch der Saisonstart wurde vermiest. 6:0 für den FCB. Nachdem nun auch das zweite und dritte Spiel verloren wurden in der Bundesliga steht man mit Null Punkten auf Platz 18. Frank Baumann hat es dann doch eingesehen, dass wenn man das bis zum achten Spieltag durchgeführt hätte, dann wäre man schon so gut wie abgestiegen.

Interimsweise wird Alexander Nouri die Mannschaft auf die kommenden Aufgaben in der Englischen Woche vorbereiten. Die nächsten Gegner werden Mainz 05 und der VfL Wolfsburg sein. Also wahrlich keine leichten Aufgaben. Da ist nicht mit einem Punkt zu rechnen.

Jos Luhukay hat keine Lust mehr auf Schindelmeiser

Es hat einfach nicht gepasst. Die Beziehung zwischen Jos Luhukay und Jan Schindelmeiser ist schon nach 76 Tagen gescheitert. Zu viele Unstimmigkeiten gab es. Auf die Frage wann er gemerkt hat, dass es zwischen den beiden nicht passt antwortete Schindelmeiser: “Schon beim ersten Gespräch merkte ich, dass es nicht passt.”
Eine Zwangsbeziehung in der jeder keine Kompromisse eingehen wollte. Größter Streitpunkt war die Führung der Mannschaft und die Transfer. Luhukay wollte Erfahrene Spieler wie Marko Marin und Ronny haben. Doch bekommen hat er Asano, Mané und Pavard. Andere Trainer aus der zweiten Liga hätten sich über solche Transfer gefreut, wenn sie nicht sogar Freudensprünge gemacht hätten. Gegen Heidenheim war der ehemalige VfB Trainer bei Sky im Interview. Dort wurde er nach den drei Neuzugängen gefragt, doch wirklich Glücklich schien er nicht dabei. Er beklagte sich über die Herausforderung nun wieder neue Kulturen in der Mannschaft unterzubringen und da es Spieler sind die kein Deutsch sprechen, wird ihm die Aufgabe nicht leichter gemacht.

Ein weiterer Streitpunkt hatte zwar etwas mit Spielern zu tun, doch diesmal direkter! Der Spielerrat der Mannschaft stellte sich gegen den Trainer, da sie mit dem Umgang mit dem Rumänen Alexandru Maxim nicht zufrieden waren. Maxim wurde regelrecht runter gemacht vom Trainer. Jede Leistung wurde von ihm negativ geredet, obwohl dieser die Auftaktniederlage gegen St. Pauli verhinderte war Jos Luhukay immer noch nicht zufrieden mit ihm.

Nun warf er am vergangenen Donnerstag das Handtuch. Olaf Janßen übernimmt die Mannschaft erstmal als Interimslösung. Sein erstes Spiel gegen Kaiserslautern konnte er mit 1:0 gewinnen. Auch am Dienstag wird der 49-Jährige die Mannschaft leiten. Dort geht es jedoch diesmal gegen den Spitzenreiter aus Braunschweig. Ob bis zum Freitagsspiel gegen den VfL Bochum ein neuer Trainer präsentiert wird ist für mich noch fraglich.

Ihr findet unter dem ganzen Text eine Umfrage. Teilt mir eure Meinung, nächste Woche gibt es dann in der zehnten Ausgabe von Die Woche KMPKT das Ergebnis!

Schalke “05”

Ein weiteres Sorgenkind der Bundesliga lässt sich momentan Ablesen. Nach drei Spieltagen steht der neue Trainer Markus Weinzierl mit seinen S04ern auf Platz 17. Und das schlimme daran ist, dass Schalke bisher nicht ein einziges Tor schießen konnte. Im Gegensatz hierzu kassierten sie fünf Tore. Ist Weinzierl der nächste Kandidat auf der Abschussliste der Bundesliga? Er wurde von S04 in der Sommerpause so stark umworben, dass es fast an einer Unmöglichkeit grenzt, dass er vorzeitig seine Taktiktafel auf Schalke niederlegen muss.
Am Mittwoch geht es gegen den “Spitzenreiter” aus Köln. Dort müssen Punkte her und auf jeden Fall ein Tor. Am Wochenende müssen dann die ersten Punkte kommen gegen die TSG aus Hoffenheim.

Tradition schlägt keinen Kommerz – doch ist Tradition noch Tradition?

Am Samstag traf der Bundesliga Dino aus Hamburg auf den Neuling aus Leipzig. Bevor das Spiel angepfiffen wurde gab es einen Protestmarsch von Hamburger Fans zum Stadion gegen RB Leipzig. Doch gibt es zwischen den beiden Mannschaften noch einen Unterschied?

Unbestritten hat der HSV eine deutlich längere Historie, wie die Leipziger. Doch aktuell gibt es außer der Tradition für mich wenig unterschiede. Der HSV wirtschaftet mit vielen Schulden und einem reichen Investor namens Klaus-Michael Kühne. Seit Jahren pumpt er Millionen in diesen Verein rein. Die Transfer Halilovic und Kostic konnten nur mit seinem Geld getätigt werden. Kein großer Unterschied zu RB Leipzig die bekannter Weise ihr Geld vom Großkonzern Red Bull kassieren. Also man merkt, dass auch der HSV ohne Investor-Kühne keine Große Rolle auf dem Transfermarkt spielt würde. Doch sollte sich die ganze Liga nicht ein bisschen sensibilisieren gegenüber den roten Bullen aus Leipzig?

RB ist inzwischen der meist gehasste Verein der Bundesliga und sogar in ganz Deutschland. Doch nur weil sie ihr Geld von einem Konzern beziehen? Leverkusen und Wolfsburg arbeiten nicht anders. Natürlich sehe auch ich den unfairen Vorteil gegenüber den reinen Traditionsvereinen, wie Darmstadt 98 oder auch einem VfB Stuttgart. Doch gerade Mannschaften wie Stuttgart haben großes Potenzial. Mercedes arbeitet schon im Motorsport, warum nicht auch im Fußball? Wenn man wollte könnte auch der VfB Stuttgart sich an Mercedes heften und viel Geld einsacken und somit tolle, teure Transfer tätigen. Einziger hacken sind die Fans. Wollen große Spieler, aber möglich für wenig Geld, weil eben kein Geld da ist. Mit einem Konzern im Rücken wäre das alles kein Problem.

In der heutigen Zeit muss man sich eben überlegen was man haben will. Tradition bewahren und sich dafür mit Liga zwei zufrieden geben oder seine Tradition ein bisschen opfern und einen große Deal eingehen. Ich denke, dass mit RB Leipzig etwas interessantes heran wächst und man das beobachten sollte. Mit dem 4:0 gegen den HSV haben sie auf jeden Fall ein Riesen Ausrufezeichen gesetzt.

Das war es auch schon wieder. Nächste Woche gehts weiter mit einer neuen Ausgabe von Die Woche KMPKT!

Bis dahin!

Gruß Jonas!

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