Erster Sieg in der Nations League, der zweite soll gegen die Schweiz folgen

Veröffentlicht von eugeniomarino am

Nach einem unglücklichen 3:3-Unentschieden im Testspiel gegen die Türkei und dem ersten Sieg in der Nations League (2:1 gegen die Ukraine), steht für die deutsche Nationalmannschaft das Duell gegen den Nachbarn im Süden an – die Schweiz.

Die Eidgenossen rangieren nach der 0:1-Niederlage gegen den Tabellenführer aus Spanien auf dem letzten Platz der Gruppe A4. Der einzige Punkt wurde gegen Deutschland geholt. Diese Leistungen kann man als durchaus überraschend bewerten, wenn man bedenkt, dass die Eidgenossen die EM-Qualifikation als Tabellenführer abschlossen und 17 der 24 möglichen Punkte holten.

Auch das Testspiel gegen Kroatien verlief für das Team von Trainer Vladimir Petkovic nicht positiv. Es setzte eine 1:2-Pleite gegen die Südosteuropäer. Und nun steht die Partie gegen Deutschland auf fremdem Boden an. Doch gerade dieses Spiel könnte für den Gastgeber der WM 1954 durchaus heimisch anfühlen, da viele Schweizer hier eine Heimat gefunden haben. Aktuell spielen insgesamt 32 schweizerische Akteure in Deutschland, 16 davon in der Bundesliga. Damit übertrifft man die Werte Englands (15), Italiens (14) und Frankreichs (8). Ebenfalls kurios: Gegen die Ukraine bestand die gesamte schweizerische Startelf aus Bundesligaakteuren!

Dass die Bundesliga für schweizerische Profifußballer schon immer sehr attraktiv gewesen ist, belegen auch Beispiele aus der Vergangenheit: Diego Benaglio (gewann 2009 die deutsche Meisterschaft in Wolfsburg), Fabian Lustenberger und Tranquillo Barnetta sind nur einige von zahlreichen Ex-Bundesligaspielern mit über 200 Einsätzen im deutschen Oberhaus.

Am stärksten sind die Schweizer in dieser Saison bei Borussia Mönchengladbach mit insgesamt 5 Spielern vertreten. Darauf folgt der BVB mit vier Spielern. Dass die Schweizer sich auf Duelle gegen den Nachbarn aus Deutschland freuen, bestätigte schon BMG-Verteidiger Nico Elvedi vor der Partie am 06.09: ,,Ich freue mich, gegen Deutschland zu spielen. Ich kenne einige Spieler sehr gut. Das macht Spaß.‘‘

Die Schweiz konnte bereits gegen Löws Truppe zumindest einen Punkt einfahren und dürfte die Stärken und Schwächen der ,,Mannschaft” kennen. Ein Sieg wäre für die Eidgenossen essenziell, um den Abstand auf die Tabellenführung um möglicherweise vier Punkte zu verkürzen.