BULI-KMPKT on Tour – KW6

Ein langes Fußballwochenende liegt hinter mir. Wie du wahrscheinlich schon in der Instagram Story gesehen hast ging es für mich durch halb Baden-Württemberg.

Das Wochenende begann für mich am Freitag in Hoffenheim. Im Dietmar-Hopp Stadion fand das DFB-Pokal Achtelfinale der Frauen statt. Nachdem das Spiel zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem SC Freiburg im letzten Jahr zwei Mal verschoben werde musste, konnte es am 09. Februar endlich stattfinden.

Als die Stunde fahrt zum Stadion geschafft war, ging es an die Kasse um die Akkreditierung/ Ticket für das Spiel abzuholen. Wie immer stand ich zuerst am Spielfeldrand und habe auf die Spielerinnen gewartet, um ein paar Fotos vom Aufwärmen zu machen. Anschließend habe ich meinen Platz auf der Tribüne eingenommen und meine Sachen ausgepackt. Laptop, was zu schreiben und mein Smartphone. Später kam noch die Aufstellung der beiden Mannschaften hinzu und dann ging es auch schon los.

SC Freiburg Mannschaftskreis nach dem Spiel

Über 90 Minuten war der SC Freiburg die bessere Mannschaft. Sie ließen die TSG das Spiel machen und lauerten auf ihre Konterchancen. Wobei „das Spiel machen lassen“ relativ ist. In der Vorwärtsbewegung lief wenig so, wie es sich die TSG vorstellte. Immer und immer wieder hat die Freiburger Defensive dafür gesorgt, dass kein Ball auf das Tor von Laura Benkarth kam. In der 26. Minute belohnten sich die Freiburger zum ersten Mal. Hoffenheim kann einen Eckball nicht klären und Janina Minge kommt zum Schuss, diesen kann Friederike Abt noch parieren, Kim Fellhauer nutzt diesen Abpraller jedoch schamlos aus und schiebt den Ball ins Tor.
Nach diesem Führungstreffer bäumt sich die Mannschaft von Jürgen Ehrmann (TSG) noch einmal auf und konnte sich gute Chancen durch Nicole Billa und Maximiliane Rall erarbeiten.

TSG Hoffenheim Mannschaftskreis nach dem Spiel

Der zweite Durchgang brachte keine Änderung mit sich. Coach Ehrmann peitschte seine Mannschaft zwar immer wieder nach vorne, doch es lief weiterhin auf lange Bälle der Hoffenheimer hinaus. Zum zweiten Mal belohnen konnte sich die Mannschaft von Jens Scheuer in der 55. Minute belohnen. Sarah Puntigam brachte einen Freistoß in den Sechzehner und fand Rebecca Knaak, die den Ball mit einer extremen Wucht ins Tor köpfte. In den Schlussminuten kam es noch zu einer gefährlichen Chance von den Hoffenheimern durch Tabea Waßmuth, die den Ball jedoch nicht richtig unter Kontrolle bringen kann und somit Laura Benkhart keine Probleme hatte.

An sich ein verdienter Pokalsieg für die Freiburger, auf die im Viertelfinale kein leichter Gegner wartet. Die SGS Essen wird sie im März noch einmal richtig fordern!

Schnell ging es nach dem Spiel nachhause, schließlich ging es am Samstag direkt weiter.

Eintrittskarte – KSC-FOR

Der Samstag brachte schönen Fußball aus der dritten Liga mit sich, dachte ich zumindest vor dem Spiel. Das Spiel zwischen dem Karlsruher SC und Fortuna Köln war zu Beginn eigentlich ganz attraktiv. Karlsruhe kam gut ins Spiel und schaffte es auch schnell das entscheidende 1:0 zu erzielen. Mehr kam jedoch nicht. Überwiegend fand das Spiel im Mittelfeld statt und plänkelte vor sich her. Sehr schade eigentlich, weil ich mehr von diesem Topspiel in der dritten Liga erwartet habe. Highlight in diesem Spiel war für mich ganz klar die Choreografie zu Beginn des Spiels von den Karlsruher Fans.

Am Ende des Wochendes habe ich dann die ersten Live-Minuten in der Bundesliga gesehen. Sonntagmittag ging es nach Stuttgart zur Begegnung VfB Stuttgart vs. Borussia M’Gladbach.

Es war das erste Spiel von Tayfun Korkut in der Mercedes-Benz Arena und ich war unglaublich gespannt wie die VfB-Fans den neuen Coach begrüßen. Kurz vor Beginn wird die Aufstellung im Stadion bekannt gegeben und wie in jedem anderen Stadion wahrscheinlich auch, ruft der Stadionsprecher den Vornamen und die Fans den Nachnamen. Jedoch nicht bei Tayfun Korkut. Beim Coach konnte man im Stadion nur erahnenden wie er mit Zunamen heißt, der zum Glück steht nochmal auf der Videotafel steht. Man kann also erahnen was der Großteil der VfB-Fans von der Verpflichtung Korkuts halten.

Während des Spiels merkte man davon jedoch nichts. Von Beginn an gaben beide Fanlager alles für ihr Team, doch auf dem Platz erwischten die Schwaben den besseren Start. Daniel Ginczek netzte bereits nach fünf Minuten für den VfB ein.

Meiner Meinung nach hat der VfB eine gute Leistung gezeigt, wo mir jedoch zwei Spieler besonders hängen geblieben sind. Erik Thommy und Benjamin Pavard. Das Pavard oftmals ein Abwehrbollwerk ist, ist in der Liga weit verbreitet. Gegen Borussia M’Gladbach hat er wiedermal eins der besseren Spiele gemacht und zusammen mit Timo Baumgartl und Ron-Robert Zieler die Null gehalten. Was mich an Erik Thommy begeisterte war die Laufbereitschaft und der Kampf den er an den Tag gelegt hat. Umso unverständlicher war für die Auswechslung und genau da sehe ich auch einen Kritikpunkt bei Korkut.

Korkut hat es geschafft die Mannschaft deutlich weiter zu entwickeln, im Gegensatz zum Spiel gegen den VfL Wolfsburg. Aber die Auswechslungen habe gezeigt, dass er sich mit diesem 1:0 zufrieden gibt. In der 66. Minute nahm Korkut zwei Konstanten aus dem Spiel und brachte, meiner Meinung nach, Unruhe in die Mannschaft. Aogo und Thommy raus, Mangala und Badstuber kamen. Für mich zu diesem Zeitpunkt unverständlich, da man dabei war auf das 2:0 zu erhöhen.

Kommen wir nun zu der Fohlenelf, wobei das Thema auch schnell abgehackt werden kann. Wer solche Großenchancen nicht nutzt und überwiegend auch zu unkreativ im Offensivspiel ist, der kann ein Bundesligaspiel nicht gewinnen. Europa kann man mit dieser Leistung nicht erreichen und es wird von Woche zu Woche schwerer.

Aus diesem Grund ist es zwar ein umkämpfter Sieg der Schwaben, in meinen Augen jedoch verdient.

Dann war das Wochenende auch schon zu Ende. Drei Tage, drei Städte, drei Spiele, sechs Mannschaften. Ein klasse Fußballwochenende mit großteils ansehnlichen Spielen! Mehr Impressionen zu diesem Wochenende findet ihr auf Instagram in den Highlights “KW 6 – ON TOUR”.

Mal schauen was das nächste Wochenende so mit sich bringt.