Erste Niederlage für die TSG-Frauen

Am Sonntag stand das zweite Heimspiel für die Frauen Abteilung der TSG 1899 Hoffenheim an. Nachdem man bereits gegen die Traditionsklubs Turbine Potsdam und 1.FFC Frankfurt jeweils drei Punkte einfahren konnte sollten gegen die SGS Essen die nächsten folgen. Die SG Essen-Schönebeck konnte ebenfalls ihr Auftaktspiel gewinnen, am letzten Spieltag musste man jedoch eine 0:5 gegen den Meister aus Wolfsburg hinnehmen. Natürlich wollte die Mannschaft von Daniel Kraus diese Niederlage wieder gut machen. 

Die SGS Essen dominierte über den größten Teil des ersten Durchgangs diese Partie. Hoffenheim versuchte Essen mit einem kompakten Pressing unter Druck zu bringen, was jedoch aufgrund der Ballsicherheit Essens nicht viel brachte.
So schaffte es Essen sich schnell ein Chancenplus zu erarbeiten und das 0:1 in der 13. Minute zu erzielen. Danica Joelle Wu war die Torschützin. Hoffenheim bekommt einen langen Ball nicht geklärt und Wu kann den Ball aus zwei Metern an der bisher starken Frederike Abt vorbeischießen. 

Jürgen Ehrmann hielt an seiner Taktik fest, weshalb die TSG Defensive eine Angriffswelle nach der anderen aushalten musste. Es gelangen nur wenige Befreiungsschläge, die nur für kurze Verschnaufpausen sorgten. Nach vielen misslungen Versuchen kam die TSG nach fast einer halben Stunde das erste Mal gefährlich vor das Tor von Kim Lea Sondermann die die verletzte eigentliche Nr. eins Stina Johannes ersetzten muss. Essen lies es sich nicht nehmen im Gegenzug einen Konter über Linda Dallmann einzuleiten, Maximiliane Rall konnte klären. 

Im Spiel gegen den VfL Wolfsburg (2. Spieltag) erlitt Johannes eine komplizierte Fraktur am rechten Sprunggelenk. 
Die Mannschaft widmete den 1:2 Erfolg gegen die TSG 1899 Hoffenheim der verletzten Torfrau, indem verschiedene Spielerinnen, darunter auch DFB-Stürmerin Linda Dallmann, ein Bild in die Sozialen Netzwerken posteten mit dem Hashtag #fürstina. Schöne Aktion und auf diesem Weg auch noch einmal gute Besserung von mir! 

Bei der TSG fehlte bei diesem Spiel der nötige Biss und die Genauigkeit, um sich aus den Angriffswellen der Essen-Offensive zu lösen. Auch wegen dieser Ungenauigkeit entstanden immer wieder gefährliche Kontersituationen, wo die Stürmerinnen Schüller und Dallmann zu Torschüssen eingeladen wurde. Schlussfrau Frederike Abt war im ersten Durchgang die Heldin der TSG, da sie immer wieder mit klasse Paraden glänzte und ihre Mannschaft so im Spiel hielt.

Nur selten schaffte es die Offensive Dreierkette Billa, Waßmuth und Fühner vor das Tor von Sondermann, aber wenn sie es vor das Tor kamen, dann gefährlich. Tabea Waßmuth kann von der linken Strafraumkante den Ball auf Billa spielen, welche den Ball verpasst. Anne Fühner bekommt den Ball, setzt nach und bringt ihn in Richtung Fabienne Donugs, welche den Ball von Höhe des Elfmeterpunktes am Tor vorbei schießt. 
Hoffenheim hatte ab der 35. Minute ihre stärkste Phase. Immer wieder kommen gefährliche Flanken von der linken Angriffsseite in den Essener Strafraum. Im Zentrum wartete immer Nicole Billa.

Wortgefecht der Trainer – einmalig. Der Abstoß der Essenerin geht TSG-Coach Jürgen Ehrmann nicht schnell genug und ruft in Richtung von Sondermann, ob sie nicht langsam den Ball spielen mag. Dabei übersah Ehrmann jedoch, dass Essen einen Wechsel durchführen möchte. Daniel Kraus erwiderte anschließend: “Wir würden noch gerne wechseln, wenn das hier in Hoffenheim erlaubt ist.” Ehrmann drehte sich um und ging. 
Der Wechsel: Jaquline Klaasen musste den Platz verlassen, Isabel Hochstein übernahm für sie auf der Rechtsverteidiger Position. Bitte merken! 

Etwas zählbares sprang erst eine Minute vor dem regulären Ende der ersten Hälfte raus. Was sich über zehn Minuten abgezeichnet hat traf in der 44. Minute ein. Fabienne Dongus packt den Hammer aus und zeiht aus gut 40 Metern ab, der Ball schlägt im rechten oberen Eck ein. Danach folgte der Halbzeitpfiff. 

Der Wiederanpfiff bewirkte bei der TSG einen Reset im Kopf. Man konnte nicht an die Leistung am Ende der 1. Halbzeit anknüpfen. Ungehindert dribbelte Lea Schüller (48. Minute) durch die TSG Abwehr und versenkte den Ball im rechten unteren Eck von Rieke Abt. 

Das Tor sorgte für klare Verhältnisse. Essen ist danach stabiler und lässt nichts mehr zu. Einen großen Anteil hat die eingewechselte Isabel Hochstein. Sie machte die im ersten Durchgang oft offene rechte Seite mit ihrer körperlichen Präsenz dicht. Hier ein Tackle, da ein Tackle. Sie machte es Anne Fühner verdammt schwer. 

Die Taktik der Mannschaften ändert sich nicht bzw. kann sich auch nicht ändern. Hoffenheim ist in dieser umkämpften Partie die klar unterlegende Mannschaft. Zu viele individuelle und taktische Fehler sorgten dafür, dass Essen ihren Fussball spielen kann und sich vielleicht auch stärker macht als sie sind. 

Essen wollte das dritte Tor. Das merkte man an der taktischen Ausrichtung. In ihrem 4-3-3 System blieben die drei Offensiven Dallmann, Schüller und die eingewechselte Anyomi an der Mittellinie stehen und warteten auf die Konter. 
Sie sagten sich aber auch immer. Zwischen den Hoffenheimer Fangesänge hörte man Nina Brüggemann ihren Teamkolleginnen zu rufen “Wir müssen eins noch nachsetzen und dann ist Ruhe.” 

Am Ende bleibt es beim Spielstand von 1:2 für die SGS Essen, die somit ihren nächsten dreier Einsacken. Die TSG 1899 Hoffenheim hat am nächsten Spieltag einen schwierigen Gegner. Mann muss nach Bayern zu den FC Bayern Frauen. Die SGS Essen empfängt Turbine Potsdam. 

Hoffenheim holt den Auftaktsieg!

Es geht wieder los! Die Allianz-Frauen Bundesliga ist seit Samstag wieder aktiv. Beim “Eröffnungsspiel” am Samstag konnte sich die SGS Essen mit 0:4 gegen den MSV Duisburg durchsetzen. Den Höhepunkt fand der erste Spieltag am Sonntag mit den restlichen fünf Partien. Eine kleine Überraschung gab es in Hoffenheim, wo sich die TSG gegen Turbine Potsdam mit 1:0 durchsetzen konnte. 

Vor dem Spiel gab es noch einige Ehrungen. Jana Beuschlein wurde als beste Torschützen der Saison 2017/2018 in der 2. Frauen Bundesliga Süd ausgezeichnet. Mit ihren 18 Treffern hatte sie großen Anteil am ersten Tabellenplatz in der letzten Saison. 
Ebenfalls wurde TSG-Coach Jürgen Ehrmann ausgezeichnet. Er erhielt ein kleines präsent für zehn Jahre im Dienste der TSG 1899 Hoffenheim. 

Während des Spiels wollte dann allerdings keiner irgendwelche Geschenke verteilen.
Schon von Anfang an wollte Turbine Potsdam eine Bude machen und kam in der 2. Minute das erste Mal gefährlich vor das Tor, doch Sarah Zadrizal zieht den Ball über den Kasten von Frederike Abt.
Hoffenheim versucht die Turbine mit hohem Dressing früh zu stören und gar nicht erst in die eigene Hälfte zu lassen. Dies funktionierte über das komplette Spiel jedoch nur manchmal, denn Potsdam war die spielbestimmende Mannschaft und konnte ihr Spiel auch in der gegnerischen Hälfte ausleben. Immer wieder kam es zu Überzahlsituationen in denen Potsdam mit 4, 5 Spielerinnen auf eine zweier oder dreier Abwehrreihe zu läuft. Glücklich, dass die Turbine daraus nichts zählbares machen kann.
Wie auch in der 13. Spielminute, wo Nina Ehegötz den Ball von außen in den Fünf-Meter-Raum der TSG spielt, dort rutscht Lara Prasnikar jedoch am Ball vorbei. Zu diesem Zeitpunkt lag das 0:1 in der Luft und es schien nur eine Frage der Zeit zu sein. 

Hoffenheim konnte im ersten Durchgang nur kleinere Nadelstiche in der Offensive setzen. Diese Angriffe wurden meist über die linke Seite von Hoffenheims Spielführerin Leonie Pankratz eingeleitet und endeten bei Nicole Billa, die den Ball jedoch nicht immer auf das Tor bringen konnte. 

Kommen wir zur besten Chance von Turbine Potsdam. In der 35. Minute haben die Turbinen einen Eckball welcher kurz gespielt wird, per Doppelpass gelangt er wieder zu Rauch. Rauch schlägt den Ball lang aufs Tor der TSG, wo Abt nur mit den Fingerspitzen dran kommt und der Ball neben das Tor gestochert wird. 
Von da an galt nur noch die Devise: “Das 0:0 in die Pause retten.” – Das schaffte man dann auch.

Im zweiten Durchgang sahen die 880 Zuschauer mehr Fouls, mehr Gemotze und schlussendlich auch ein Tor. 
Anne Fühner ist die Spielerin die Hoffenheim das erste Tor der Saison schenkt. Fühner zieht in der 50. Minute von der linken Strafraumkante ab und hämmert das Ding ins lange Eck. Keine Chance für Lisa Schmitz im Tor der Turbine. 
Innerhalb der nächsten fünfzehn Minuten muss Potsdam noch zwei weitere bittere Pillen schlucken. 
In der 54. Minute muss Nina Ehegötz verletzt vom Platz getragen werden, für sie kommt Viktoria Schwalm ins Spiel. 
Die nächste und letzte Pille gab es in der 65. Spielminute. Rahel Kiwic sah die Gelb-Rote Karte. Somit musste man nicht nur das Gegentor hinnehmen, Nein. Man verlor auch zwei wichtige Spielerinnen während des Spiels. 
Das Spiel wurde anschließend deutlich härter und Potsdam drückte Hoffenheim an die Wand. Manchmal konnte man sich kurz lösen und kontern. Das 2:0 blieb ihnen jedoch verwehrt. 

Am nächsten Wochenende muss die TSG 1899 Hoffenheim nach Frankfurt reisen, dort trifft man auf den 1.FFC Frankfurt. Turbine Potsdam empfängt den SC Sand zuhause. 

Bilder: ©BULI-KMPKT

BULI-KMPKT PROGRAMM SAISON 2018/19

Zur Saison 2018/19 wird es kleinere Änderungen geben. Grund dafür sind maßgebliche Änderungen in meinem Leben. Ab September startet mein Studium (Sportjounalismus/Sportmanagement) in Nürnberg, was für mich bedeutet in einer neuen Stadt zu leben, ein neues Umfeld zu haben und mich eben auch erst einmal einzugewöhnen.

Aus diesem Grund kann es zu Beginn der Saison zu Unregelmäßigkeiten kommen, sodass die Bilder evtl. nicht pünktlich kommen oder ich auch noch Infos aus diesem Programm weglassen muss.
Die Alternative dazu wäre das Ende der Seite bzw. nur den Podcast fortzuführen und BULI-KMPKT auf Instagram dazu zu nutzen euch einfach in mein Leben einzubinden. Also dieses 0815 Blogging.
Sind wir aber ehrlich – deshalb folgt ihr mir nicht.

Im folgenden seht ihr die wirklich kleinen Änderungen bei BULI-KMPKT. Sie sind sicherlich nicht groß und für euch wahrscheinlich nicht spürbar. Auf meiner Seite sind sie es jedoch.

Im folgenden sind die Bilder von Instagram noch einmal aufgelistet – Darunter findet ihr die “Zukunftsidee”.

FÜR DIE ZUKUNFT

Eine große Idee für die Zukunft ist zusammen mit Lucas einen Fußballtalk auf YouTube zu starten. Etwas anders aufgebaut als der Podcast oder in Verbindung mit dem Podcast, das wissen wir noch nicht.
Dies ist jedoch nur eine Zukunftsvorstellung, da dies von viele Faktoren abhängig ist. Eigentlich nur von einem, nämlich der  Entfernung. Sollte die jedoch überwunden sein, was passieren kann, dann dürft ihr euch auch darauf freuen.

Nachholspiel – TSG 1899 Hoffenheim vs SGS Essen

Bereits vor dem Anpfiff musste die SGS Essen eine kleinen Rückschlag hinnehmen. Eigentlich stand Linda Dallmann in der Startelf, doch sie hat sich beim Aufwärmen verletzt und musste mit Knaak tauschen. 

Für die TSG 1899 Hoffenheim ging es rasant los, denn bereits in der 3. Minute konnte Fabienne Dongus das 1:0 erzielen. Die TSG-Stürmerin bekam einen Ball hinter die Abwehrreihe durchgesteckt, bleibt cool vorm Tor und schiebt den Ball an Lisa Weiß vorbei. Es ist das erste Tor für die TSG-Frauen im Kalenderjahr 2018. 

Nach dem Tor war Fabienne Dongus heiß und wollte noch einen Treffer. Immer wieder kamen die schnellen Pässe hinter die Abwehrreihe. Mit Erfolg. In der 10. Minute schaffte es Maximiliane Rall den  Ball zum 2:0 ein zu netzen. Rall löste sich von ihrer Bewachung und konnte einen zunächst schlecht ausgespielten Konter noch Krönen. Sie bekam 16 Meter vor dem Tor den Ball und beförderte ihn direkt ins Tor. 

Von der SGS Essen geht in der Anfangsphase wenig Torgefahr aus. Der Sturm um Lea Schüller und Turid Knaak kommt nicht entscheidend vor das Tor von Frederike Abt. Hier muss man allerdings auch die von Jürgen Ehrmann hervorragend aufgestellte Viererkette loben. 

In der 19. Minute geht es weiter mit der ungewohnten Hoffenheimer Offensivpower. Judith Steinert kommt in Schussposition, verzieht den Schuss jedoch ein bisschen, sodass er über das Tor geht. Wenige Sekunden später gab es die nächste Schrecksekunde für die Essener Torhüterin Lisa Weiß, diesmal steht Fabienne Donugs vor ihrem Tor. Eine Essenerin konnte in letzter Sekunde klären. 

Um die 20.-25. Minute drohte das Spiel langweilig zu werden. Es fand nur noch im Mittelfeld statt und entscheidende Aktionen waren Mangelware. 

Lea Schüller schaffte es in der 26. Minute wieder Schwung in die Partie zu bringen. Sie verkürzt auf 2:1. Eine Flanke kommt in den Fünfmeterraum, in dem sich Schüller befindet und den Ball ins Tor schieben kann. Der Ball rutscht Frederike Abt unter den Armen durch.

Dieser Anschlusstreffer zeigte Wirkung, denn die TSG-Defensive hat nun mehr zu tun. Essen presst mehr und vor allem besser, was die Zahl der eigenen Torchancen auch erhöht. Trotz allem hält die Hoffenheimer Defensive gut dagegen.

Eine große Chance gab es noch für die TSG. Wieder war Judith Steinert beteiligt, welche den Ball in den 16er Flankt, eine auffällige Maximiliane Rall köpft den Ball jedoch am Tor vorbei. 

Ein verdientes 2:1 zur Halbzeit.

Qualitativ nahm das Spiel im zweiten Durchgang ab. Lange gab es außer viele Abseitspositionen nicht viel zu sehen.

Eine Viertelstunde vor Schluss bekommt die SGS Essen eine Ecke, eigentlich ungefährlich. Doch die bisher gut funktionierende Hoffenheimer-Defensive hat diesmal Kommunikationsschwierigkeiten. Abt kommt raus, möchte den Ball klären, wird aber von der eigenen Spielerin dabei behindert. Eine Essenerin kommt zum Kopfball und bringt den Ball auch aufs Tor. Auf der Linie steht aber Judith Steinert die den Ball aus dem Tor köpft. Es bleibt weiterhin beim 2:1.

In der Schlussphase hatten beide Teams noch einmal etwas zu bieten. Turid Knaak versucht es einmal aus der Distanz, doch wieder ist da eine Frederike Abt dran!

Die letzte Chance der TSG brachte dann aber auch den Schlusspunkt. Das Defensivgeplänkel von der SGS Essen wird von Franziska Harsch (TSG) abgefangen, die dann auch aus gut 25 Metern abzieht. Lisa Weiß (TW-SGS) steht zu weit vorm Tor und kann den Ball nicht mehr auf seinem Weg aufhalten.

Unterm Strich ist es ein verdienter und vor allem für den Kopf wichtiger Sieg für die TSG 1899 Hoffenheim. Ein weiterer Rückschlag wird es für die Mädels der SGS-Essen sein, die nach dem Pokal-aus am Sonntag nun auch in der Bundesliga eine Niederlage hinnehmen mussten. 

Am Sonntag geht es für beide mit einem Heimspiel weiter. Hoffenheim empfängt den SC Freiburg und die SGS Essen den MSV Duisburg. 

BULI-KMPKT on Tour – KW6

Ein langes Fußballwochenende liegt hinter mir. Wie du wahrscheinlich schon in der Instagram Story gesehen hast ging es für mich durch halb Baden-Württemberg.

Das Wochenende begann für mich am Freitag in Hoffenheim. Im Dietmar-Hopp Stadion fand das DFB-Pokal Achtelfinale der Frauen statt. Nachdem das Spiel zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem SC Freiburg im letzten Jahr zwei Mal verschoben werde musste, konnte es am 09. Februar endlich stattfinden.

Als die Stunde fahrt zum Stadion geschafft war, ging es an die Kasse um die Akkreditierung/ Ticket für das Spiel abzuholen. Wie immer stand ich zuerst am Spielfeldrand und habe auf die Spielerinnen gewartet, um ein paar Fotos vom Aufwärmen zu machen. Anschließend habe ich meinen Platz auf der Tribüne eingenommen und meine Sachen ausgepackt. Laptop, was zu schreiben und mein Smartphone. Später kam noch die Aufstellung der beiden Mannschaften hinzu und dann ging es auch schon los.

SC Freiburg Mannschaftskreis nach dem Spiel

Über 90 Minuten war der SC Freiburg die bessere Mannschaft. Sie ließen die TSG das Spiel machen und lauerten auf ihre Konterchancen. Wobei „das Spiel machen lassen“ relativ ist. In der Vorwärtsbewegung lief wenig so, wie es sich die TSG vorstellte. Immer und immer wieder hat die Freiburger Defensive dafür gesorgt, dass kein Ball auf das Tor von Laura Benkarth kam. In der 26. Minute belohnten sich die Freiburger zum ersten Mal. Hoffenheim kann einen Eckball nicht klären und Janina Minge kommt zum Schuss, diesen kann Friederike Abt noch parieren, Kim Fellhauer nutzt diesen Abpraller jedoch schamlos aus und schiebt den Ball ins Tor.
Nach diesem Führungstreffer bäumt sich die Mannschaft von Jürgen Ehrmann (TSG) noch einmal auf und konnte sich gute Chancen durch Nicole Billa und Maximiliane Rall erarbeiten.

TSG Hoffenheim Mannschaftskreis nach dem Spiel

Der zweite Durchgang brachte keine Änderung mit sich. Coach Ehrmann peitschte seine Mannschaft zwar immer wieder nach vorne, doch es lief weiterhin auf lange Bälle der Hoffenheimer hinaus. Zum zweiten Mal belohnen konnte sich die Mannschaft von Jens Scheuer in der 55. Minute belohnen. Sarah Puntigam brachte einen Freistoß in den Sechzehner und fand Rebecca Knaak, die den Ball mit einer extremen Wucht ins Tor köpfte. In den Schlussminuten kam es noch zu einer gefährlichen Chance von den Hoffenheimern durch Tabea Waßmuth, die den Ball jedoch nicht richtig unter Kontrolle bringen kann und somit Laura Benkhart keine Probleme hatte.

An sich ein verdienter Pokalsieg für die Freiburger, auf die im Viertelfinale kein leichter Gegner wartet. Die SGS Essen wird sie im März noch einmal richtig fordern!

Schnell ging es nach dem Spiel nachhause, schließlich ging es am Samstag direkt weiter.

Eintrittskarte – KSC-FOR

Der Samstag brachte schönen Fußball aus der dritten Liga mit sich, dachte ich zumindest vor dem Spiel. Das Spiel zwischen dem Karlsruher SC und Fortuna Köln war zu Beginn eigentlich ganz attraktiv. Karlsruhe kam gut ins Spiel und schaffte es auch schnell das entscheidende 1:0 zu erzielen. Mehr kam jedoch nicht. Überwiegend fand das Spiel im Mittelfeld statt und plänkelte vor sich her. Sehr schade eigentlich, weil ich mehr von diesem Topspiel in der dritten Liga erwartet habe. Highlight in diesem Spiel war für mich ganz klar die Choreografie zu Beginn des Spiels von den Karlsruher Fans.

Am Ende des Wochendes habe ich dann die ersten Live-Minuten in der Bundesliga gesehen. Sonntagmittag ging es nach Stuttgart zur Begegnung VfB Stuttgart vs. Borussia M’Gladbach.

Es war das erste Spiel von Tayfun Korkut in der Mercedes-Benz Arena und ich war unglaublich gespannt wie die VfB-Fans den neuen Coach begrüßen. Kurz vor Beginn wird die Aufstellung im Stadion bekannt gegeben und wie in jedem anderen Stadion wahrscheinlich auch, ruft der Stadionsprecher den Vornamen und die Fans den Nachnamen. Jedoch nicht bei Tayfun Korkut. Beim Coach konnte man im Stadion nur erahnenden wie er mit Zunamen heißt, der zum Glück steht nochmal auf der Videotafel steht. Man kann also erahnen was der Großteil der VfB-Fans von der Verpflichtung Korkuts halten.

Während des Spiels merkte man davon jedoch nichts. Von Beginn an gaben beide Fanlager alles für ihr Team, doch auf dem Platz erwischten die Schwaben den besseren Start. Daniel Ginczek netzte bereits nach fünf Minuten für den VfB ein.

Meiner Meinung nach hat der VfB eine gute Leistung gezeigt, wo mir jedoch zwei Spieler besonders hängen geblieben sind. Erik Thommy und Benjamin Pavard. Das Pavard oftmals ein Abwehrbollwerk ist, ist in der Liga weit verbreitet. Gegen Borussia M’Gladbach hat er wiedermal eins der besseren Spiele gemacht und zusammen mit Timo Baumgartl und Ron-Robert Zieler die Null gehalten. Was mich an Erik Thommy begeisterte war die Laufbereitschaft und der Kampf den er an den Tag gelegt hat. Umso unverständlicher war für die Auswechslung und genau da sehe ich auch einen Kritikpunkt bei Korkut.

Korkut hat es geschafft die Mannschaft deutlich weiter zu entwickeln, im Gegensatz zum Spiel gegen den VfL Wolfsburg. Aber die Auswechslungen habe gezeigt, dass er sich mit diesem 1:0 zufrieden gibt. In der 66. Minute nahm Korkut zwei Konstanten aus dem Spiel und brachte, meiner Meinung nach, Unruhe in die Mannschaft. Aogo und Thommy raus, Mangala und Badstuber kamen. Für mich zu diesem Zeitpunkt unverständlich, da man dabei war auf das 2:0 zu erhöhen.

Kommen wir nun zu der Fohlenelf, wobei das Thema auch schnell abgehackt werden kann. Wer solche Großenchancen nicht nutzt und überwiegend auch zu unkreativ im Offensivspiel ist, der kann ein Bundesligaspiel nicht gewinnen. Europa kann man mit dieser Leistung nicht erreichen und es wird von Woche zu Woche schwerer.

Aus diesem Grund ist es zwar ein umkämpfter Sieg der Schwaben, in meinen Augen jedoch verdient.

Dann war das Wochenende auch schon zu Ende. Drei Tage, drei Städte, drei Spiele, sechs Mannschaften. Ein klasse Fußballwochenende mit großteils ansehnlichen Spielen! Mehr Impressionen zu diesem Wochenende findet ihr auf Instagram in den Highlights “KW 6 – ON TOUR”.

Mal schauen was das nächste Wochenende so mit sich bringt.

Keine klare Linie in Sicht

Seit Anfang der Saison 2017/2018 ist der Videoassistent nun schon im Einsatz. Alles sollte besser werden. Phantomtore, unrechte Elfmeter und falsche Abseitsentscheidungen sollten der Vergangenheit angehören, doch bereits am ersten Spieltag brach ein großer Teil des Systems zusammen.

Das Wundermittel gegen einen „ungerechten Fußball“ kämpft schon seit der Einführung mit diversen Kinderkrankheiten. Bereits bei seinem ersten Einsatz am Auftaktspieltag der Saison 2017/2018 kam es zu Störungen beim Einsatz der kalibrierten Abseitslinie und einer unverlässlichen Funkverbindung nach Köln, die eine Beratung des Schiedsrichters bei strittigen Situationen verhinderte.

Der DFB und seine Schiedsrichter hielten dennoch an ihrer Entscheidung, den VAR weiterhin einzusetzen, fest. Die Suche nach den Fehlern begann und schnell wurde beschwichtigt, dass eine virtuelle Abseitslinie ja eh nicht geplant gewesen sei und es den Schiedsrichter in seiner Arbeit auch nicht einschränke, da ja genügend Kameraperspektiven zur Verfügung stehen um sich auf dem im Station platzierten Monitor die Szene nochmal an zusehen.

Sollte das der Fall sein, bleibt jedoch immer noch die Frage offen: Warum kommt es trotzdem immer wieder zu Fehlentscheidungen und Abseitstoren? Zuletzt passiert am 20. Spieltag der aktuellen Saison, beim Gastspiel des Hamburger SV in Leipzig. Als Gideon Jung den Ball für Kostic durch die Abwehrreihen der Leipziger steckt, steht Kostic sichtbar im Abseits. Eine Kommunikation mit dem VAR-Studio in Köln bleibt aus und Schiedsrichter Benjamin Cortus gibt den Treffer der Hamburger zum 1:1 Endstand.

Warum die Kommunikation in einer, durch die TV-Bilder klar zu erkennenden, strittigen Situation ausblieb wird wohl ein Geheimnis bleiben. Denn obwohl es angeblich möglich sei, so Hellmut Krug (ehem. Schiedsrichter-Manager) zu Anfang der Saison, die Situation über die vielen zu Verfügung stehenden Kameraperspektiven aufzulösen, kamen aus dem Studio keine geäußerten Zweifel am Treffen auf.

Auf Nachfrage in einem kurz nach dem besagten Spiel geführten Interview betonte Ansgar Schwenken, seit 2016 DFB-Vorstandsmitglied, dass keine schnelle Lösung in Sicht sei. „DFL und DFB werden, wie in den vergangenen Monaten immer wieder betont, erst auf die so genannte kalibrierte Linie zurückgreifen, wenn von FIFA und IFAB Versionen eines oder mehrerer Dienstleister zertifiziert wurden und zugelassen sind – ähnlich wie das vor Einführung der Torlinientechnologie der Fall war.“, so Schwenken. Nur mit einem auf die hundertstel Sekunde genau arbeitendem System sei eine hundertprozentig korrekte Entscheidung zu treffen und erst dann würden die höchsten Qualitätsansprüche des DFB erfüllt werden. Außerdem sei die Linie ja auch in keiner anderen Liga im Einsatz. Auf die Frage, wann die Abseitslinie denn einsatzbereit sei, gab es dann doch mal eine zeitliche Äußerung: „Im Verlauf dieser Testsaison eher nichtmehr“. Man sollte jedoch auch beachten, dass die Abseitslinie nie gefordert oder geplant gewesen si und der Videoassistent dazu da sei, um grobe und fahrlässige Entscheidungen zu korrigieren, sagte Schwenke zum Abschluss des Interviews.

Ein zu Unrecht gegebenes Tor, welches Spielentscheiden war, ist dann scheinbar keine grobe Fehlentscheidung… Hoffen wir nur, dass Leipzig die Punkte am Ende nicht fehlen oder dem HSV der eine Punkt im Abstiegskampf hilft, denn dann wäre die Debatte erneut entfacht: Macht der VAR den Fußball gerechter?

 

 

 

20. SPIELTAG KMPKT

Der 20. Spieltag ist rum. An diesem Spieltag möchte ich euch kurz wieder meine Meinungen zu den neun Spielen des Spieltags mitteilen.
Ich würde mich über ein kleines Feedback von euch freuen, ob ihr DER SPIELTAG KMPKT öfter lesen möchtet. 😉

EINTRACHT FRANKFURT – BORUSSIA M’GLADBACH| 2:0 (1:0)

Beim Freitagsspiel haben die Frankfurt den besseren Einstand geschafft und mehr Spielanteile gehabt. Besonders auffällig war Marius Wolf, der zwei gute Chancen hatte. In der 30. Minute hat Ante Rebic zur Grätsche von hinten angesetzt und trifft Patrick Herrmann schmerzhaft am Knöchel. Es gibt nur gelb, was jedoch am Rande der roten Karte war. Kann man nachvollziehen, da das Foul an der Mittellinie stattgefunden hat, allerdings hätte sich die SGE bei einem Platzverweis nicht beschweren dürfen. Die gefährlichen Angriffe der Frankfurter kamen meist über Links. Diese Seite bekam Gladbach nicht zu. Der Angriff zum 1:0 durch Boateng wurde durch diese Seite eingeleitet.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs kommen die Fohlen besser ins Spiel. Neben Patrick Herrmann hatte auch Thorgan Hazard eine Großchance. Nachdem Kevin-Prince Boateng, Lars Stindl im Strafraum foult gibt es Elfmeter für Gladbach – vollkommen richtige Entscheidung. Hazard vergibt diese jedoch. Anschließend passierte nicht sehr viel. Erst in der Nachspielzeit macht Jovic das 2:0, was nach der 2. Halbzeit nicht mehr zu hundert Prozent verdient war.

An sich war es ein richtig gutes Spiel der Frankfurter, da sie das Spiel über weite strecken unter Kontrolle hatten. Borussia M’Gladbach kommt zu spät in die Partie rein und hat die wenigen, dafür 100%igen Chancen nicht nutzen können. Somit geht der Sieg, für mich, in Ordnung.

VfB STUTTGART – FC SCHALKE 04 | 0:2 (0:2)

Wie wir jetzt wissen war das Spiel gegen Schalke 04 das letzte für Hannes Wolf.
Der VfB Stuttgart hat nicht gut angefangen und stand beim Freistoß von Caligiuri schlecht. Einen Spieler wie Naldo muss man bei Standards Decke, jedoch stand er beim 0:1 so gut wie frei. Wenig später machte Jacob Bruun Larsen einen leichtsinnigen Fehler, beim Versuch Goretzka vom Ball zu trennen. Er trifft den Schalker mit dem Fuß an der Schulter, klarer Elfmeter und sicher verwandelt. Der VfB kann erst in der 45. Minuten mit einem Kopfball von Gomez einen hauch von Torgefahr versprühen. Bei den Schwaben fehlt es am Spielerischen und auch an der richtigen Körpersprache, damit man es den Schalkern hier noch einmal hätte schwerer machen können.

Zur Pause bringt Stuttgart zwei Stürmer und ja es wurde offensiver. Donis und Ginzcek bringen “Gefahr” ins Spiel, es reicht jedoch nicht. Auch Gomez versucht es nochmal.
Schalke macht in der 2. Halbzeit nur noch das nötigste, nach Standards wird es jedoch weiterhin gefährlich. Ron-Robert Zieler hält diese 2:0 Niederlage fest und sorgt dafür, dass es nicht höher ausgeht.

Beim VfB hat es an diesem Spieltag einfach überall gefehlt. Man hat sich zwar nur wenig Chancen gegen S04 errechnet, jedoch hätte man im Abstiegskampf mehr Kampf erwartet. Doch es fehlte nicht nur an Kampf, sondern auch an der nötigen Spielintelligenz. Bevor ein Ball nach vorne gespielt wird, geht die Viererkette zu oft den Weg über Zieler.
Zu Schalke muss man in diesem Spiel nichts sagen. Sie nutzten ihre Chancen gut und können sich nur vorwerfen, dass sie nicht noch höher gewonnen haben. Konoplyanka trifft das leere Tor nicht und auch Naldo hatte ein, zwei weitere gute Chancen per Kopf. Somit verdienter Sieg für Schalke 04

1. FC KÖLN – FC AUGSBURG | 1:1 (1:0)

Mit langen Bällen oder schnellen Pässen versucht der 1. FC Köln das Spielfeld zu überbrücken und Torchancen zu kreieren. Augsburg geht mit der selben Ausrichtung an das Spiel heran, jedoch haben beide ansonsten wenig Ideen. Distanzschüsse sind das Heilmittel. Der FC hätte nach 30 Minuten in Führung gehen können, Terodde steht frei vor Hitze – macht ihn jedoch nicht. Köln wird stärker und kurz vor der Halbzeit treffen sie – auch verdient.Trotz dem Gegentor ist Marwin Hitz dafür verantwortlich, dass es “nur” 1:0 für die Kölner steht.

Das setzt sich in der 2. Halbzeit fort, wo Danso auf’s eigene Tor köpft, der Schweizer Keeper jedoch Reaktion beweist. Man nähert sich dem Abpfiff und Augsburg dem Ausgleich. Auch Augsburg trifft per Standard, jedoch nach einem Eckball. Der Aufreger bei diesem Treffer: Der Torschütze Caiuby stützt sich beim Kopfball auf Sörensen hab, kurz davor hinter Finnbogason, Jonas Hector, am Einlaufen. Beides wird nicht als Foul gewertet, auch das aus meiner Sicht korrekt.  Der Effzeh versucht es in der Nachspielzeit weiter mit langen Bällen und bekommt noch eine Chance. Guirassy vergibt diese Chance jedoch.

Köln hätte diese drei Punkte sicherlich verdient. Der Einsatz hat gestimmt, jedoch die Chancenverwertung nicht. Terodde muss in der 1. Halbzeit das 1:0 machen und auch Clemens und später Guirassy haben eine Chance auf das Tor, auch wenn diese nicht so groß waren wie die von Terodde. Augsburg sieht in diesem Punkt ganz klar Schadensbegrenzung.

FC BAYERN MÜNCHEN – TSG 1899 HOFFENHEIM | 5:2 (2:2)

In München gab es eine richtig spannende Partie, zumindest im ersten Durchgang. Nachdem die TSG durch einen Elfmeternachschuss und einem Knaller von Gnabry in Führung geht, machen sich auch die Schwächen der Hoffenheimer bemerkbar. Lewandowski und Boateng neutralisieren die beiden Partzer der Defensive. Das schlechte Abwehrverhalten der Mannschaft von Julian Nagelsmann setzte sich im zweiten Durchgang fort. Coman steht viel zu frei und wird dann von Vogt schlecht verteidigt. Auch bei den beiden weiteren Toren von Vidal (nach Ecke) und Wagner sieht die TSG schlecht aus.

Zu Beginn muss man klar sagen, dass die Hoffenheimer durch ein schlechte Abwehrverhalten der Bayern in Führung gehen und können diese auch ausbauen. Danach kam allerdings nur noch wenig und man hatte mit seinen eigenen Probleme zu kämpfen, haben sie jedoch nicht gelöst bekommen. Die Standardschwäche macht Julian Nagelsmann schwer zu schaffen. Der Coach MUSS das bei seiner Mannschaft versuchen abzustellen. Wie bereits geschrieben kam nach der 0:2 Führung der Hoffenheimer nicht mehr viel. Deshalb ist es für mich ganz klar ein verdienter Sieg. Eine gute Anfangsviertelstunde reicht einfach nicht.

RB LEIPZIG – HAMBURGER SV | 1:1 (1:1)

Das Spiel gegen RB Leipzig war das erste für Bernd Hollerbach und dieser stellte erstmal ganz schön um. Pollersbeck musste wieder für Mathenia weichen, des Weiteren kam auch Wallace und einige andere Spieler zurück in die Mannschaft.
Das Spiel wurde durch diese Änderungen jedoch nicht besser. Der HSV ist in der Rückwärtsbewegung und beim eigenen Ballverlust viel zu Passiv. Die Hanseaten hatten Glück, dass man nach dem Tor von Bruma nicht höher zurück lag. Allerdings stimmte der Wille das Spiel zu drehen. Zum Abseitstor von Kostic muss man eigentlich nichts sagen. Klare Abseits Position. Die Abseitslinie muss her oder das Problem muss anders gelöst werden. Ein Artikel hierfür folgt die Tage noch. Der Ausgleich etwas unverdient, da der HSV weiterhin die schlechtere Mannschaft ist.

Das änderte sich aber in der 2. Halbzeit. Die Hanseaten kommen besser zurück und können sich weitere Chancen erspielen und werden immer unangenehmer. Aber RB bleibt Standhaft und will gewinnen. Auffällig war Filip Kostic, der viel gelaufen ist und mit dieser Stärke Konter noch gefährlicher macht. Leipzig kann diese jedoch verteidigen und es bleibt beim Unentschieden.

In der 2. Halbzeit haben die Hamburger sich den Ausgleich erarbeitet. Auch wenn Leipzig, bei dem Chancenplus, das Spiel hätte gewinnen müssen.

BORUSSIA DORTMUND – SC FREIBURG | 2:2 (1:1)

Gegen den SC Freiburg steht Pierre-Emerick Aubameyang in der Startelf – ein Signal an Arsenal? Man weiß es nicht.
Der SCF steht anfangs hinten sehr kompakt, passen jedoch beim 1:0 nicht auf, bekommen den Ball nicht geklärt und verlieren die Übersicht. Kagawar schließt per Volley ab – der BVB jubelt. Beim Ausgleich zeigt der BVB seine Abwehrschwäche. Es kann nicht sein, dass zwei Mann bei Petersen stehen – im fünf Meter Raum! – und ihn zu Schuss kommen lassen. Bürki hatte in dieser Situation keine Chance. Das Spiel danach eher durchschnittlich. Man ist mal hier mal da. Richtig gefährlich wurde es erst wieder, als Freiburg einen Schuss in Richtung kurzes Eck von Bürki entsenden. Gute Reaktion, dass er bei der Unsicherheit hinterher geht.

Der zweite Durchgang beginnt damit, dass Dortmund den Ball durch die eigenen Reihen spielt und Freiburg auf die Chance zum Kontern wartet. Dortmund kann damit nicht gut umgehen und als Petersen in die Nähe kommt erzielt er wohl das Tor des Jahres 2018. Aus 40-Metern zieht er einfach mal ab.  Dortmund ist danach gefordert und tut auch was. Sie legen jetzt alles nach vorne, sind jedoch weiterhin zu ungefährlich. In der Nachspielzeit macht Toljan noch den Ausgleich.

Im großen und ganzen war es zu wenig vom BVB. Man ist zu ungefährlich und das nicht nur wegen der LMAA-Einstellung von Aubameyang. Es war wahrscheinlich eins der schwächsten Spiele in seiner Karriere. Der SC Freiburg hat genau das gemacht was sie können und die letzten Spiele funktioniert hat. Ein Sieg der Freiburger wäre sicherlich nicht unverdient gewesen und hätte im Renen um den Klassenerhalt sehr viel Wert gehabt.

SV WERDER BREMEN – HERTHA BSC | 0:0 (0:0)

Werder Bremen ist von Anfang an die bessere Mannschaft und erzielt auch verdient das 1:0. Der Einsatz des Videobeweises deckt auf, dass Lustenberger von Thomas Delany an der Mittellinie gefoult wird. Aus diesem Zweikampf entsteht die Torchance, somit eine richtige Entscheidung des Schiedsrichters. Bis zum Ende der Halbzeit hat Werder Bremen die besseren Chancen, nutzen konnte sie diese jedoch nicht.

Die zweite Halbzeit bleibt weiterhin umkämpft. Der auffällige Jerome Gondorf kommt auch im zweiten Durchgang zu seinen Chancen, Bremen macht jedoch einfach nichts draus. Die Hertha hatte nur wenig Chancen, doch die größte kam nach der Einwechslung von Vedad Ibisevic. Er trifft das so gut wie leere Tor einfach nicht. Es wird offener und die Chancen noch hochwertiger. Am Ende ist es Jordan Torunarigha der den Punkt auf der Linie rettet.

Am Spielverlauf merkt man, dass das Spiel doch ziemlich einseitig war. Werder Bremen war die bessere Mannschaft und das über 90 Minuten. Sie haben zwar nicht vor Genialität gesprüht, aber durch Kampf und Wille kann man Spiele eben auch gewinnen. Im Abstiegskampf so ein Spiel nicht zu gewinnen kann weh tun. Werder Bremen verliert an diesem Abend zwei Punkte und verpasst es an den VfB ran zu ziehen und vor allem den HSV ein bisschen abzuhängen. Auch bei der Hertha tut das weh. Mit drei Punkten hätte man sich in die obere Tabellenhälfte schießen können. Mit jedoch nur fünf Ballaktionen im Gegnerischen Strafraum kann das nichts werden.

BAYER 04 LEVERKUSEN – 1. FSV MAINZ 05 | 2:0 (0:0)

Die Werkself ist von Anfang an engagiert dabei und steht die meiste Zeit vor dem Tor der Mainzer. Mal wieder auffällig – Leon Bailey – der bei allen gefährlichen Aktionen beteiligt ist. Über weiter Phasen passierte jedoch nichts und es bleibt Torlos im ersten Durchgang.

Leverkusen macht in der zweiten Halbzeit da weiter wo sie aufgehört haben. Leon Bailey setzt dann einfach mal an und schießt aus gut 25 Metern auf das Tor der Mainzer – Keine Chance für Zentner. Das Tor beflügelt und die Chancen werden mehr. Mainz hat so gut wie nichts mehr entgegenzusetzen. Der Elfmeter für Leverkusen, aus meiner Sicht korrekt und Wendell verwandelt stark.

Ein verdienter Sieg für Bayer 04 Leverkusen. Mainz hat über 90 Minuten nicht dagegen halten können.

HANNOVER 96 – VfL WOLFSBURG | 0:1 (0:0)

Hannover kontrolliert die Partie und wird nur punktuell vom VfL Wolfsburg gefordert. Viele Highlights gab es jedoch nicht. Hannover wird über Standards gefährlich, Wolfsburg gar nicht.

Nach dem Seitenwechsel ändert sich an der Verteilung der Spielanteile nichts. Hannover immer und immer wieder in der Vorwärtsbewegung und mit vielen Abschlüssen, aber keiner geht rein. Anders beim VfL Wolfsburg. Die Wölfe kamen auch in der zweiten Halbzeit nur punktuell vor das Tor und Malli entscheidet das Spiel. Aus gut 30 Metern zieht er einfach mal ab. Eigentlich ein sicherer Ball für Hannovers Keeper Tschauner. Mit dem Tor entscheidet Malli das Niedersachsenderby.

Ein unverdienter Sieg vom VfL Wolfsburg. In diesem Spiel ist Hannover 96 immer wieder angelaufen und hat Torchancen kreiert. Wer diese jedoch nicht nutzt, muss damit rechnen zu kassieren – so einfach ist der Fußball. Den Wölfen bringen diese drei Punkte viel, da man sich vom Abstiegskampf etwas absetzen kann.