Hoffenheim kämpft, Bayern gewinnt

Am Sonntag den 24. Februar traf der Tabellen siebte aus Hoffenheim, auf den Wolfsburg Verfolger aus München. Nachdem die TSG zuletzt in Essen einen Punkt holen konnte, wartet heute ein extrem schwerer Gegner im heimischen Dietmar Hopp Stadion. Die Bayern konnten aus den letzten fünf Spielen die volle Punktzahl mitnehmen.
Die TSG Frauen beginnen mit der Debütantin Laura Wienroither. Lina Magull fällt auf Seiten des FC Bayern aus, Leonie Maier sitzt nur auf der Bank. 

Bereits in den ersten Minuten ist TSG Coach Jürgen Ehrmann auf Betriebstemperatur und kämpft an der Seitenlinie um die ersten Einwürfe. Den selben Willen zeigen auch seine Mädels auf dem Platz und üben Druck auf die Defensive des Tabellenzweiten aus. Hoffenheim erarbeitete sich bereits in der achten Minute die erste Großchance. Nicole Billa wird super von Fabienne Dongus in Szene gesetzt, sodass sie frei vor Manuela Zinsberger zum Abschluss kommt. Die Schlussfrau des FC Bayern kann den Ball jedoch parieren. Hoffenheim kann in den ersten 20 Minuten noch mit einigen anderen guten Chancen nachlegen, das zog auch die Zuschauer auf der Tribüne mit.

Mitte des ersten Durchgangs bekommen die FC Bayern Frauen einen Freistoß aus gut 35 Metern zugesprochen. Melanie Leupolz bringt das Leder auf das Tor, Tufekovic hat Schwierigkeiten den Ball zu parieren. Nur fünf Minuten später legte Bayern München nach. Sara Däbritz bringt einen Eckball ins den Hoffenheimer Strafraum. Dort hämmert Simone Laudehr das Leder ins Netz. Das 0:1 für die Bayern.

Nach dem Gegentor zieht sich die TSG Hoffenheim zurück und lässt nun den FC Bayern spielen. Das 0:1 war ein Wirkungstreffer aus dem es sich jetzt gilt zu befreien für die Hoffenheimer. Der FC Bayern sieht hier jedoch keinen Bedarf das zu zulassen.

Erst fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff schafft es die TSG sich zu rehabilitieren und findet zu seinen Stärken aus der Anfangsphase zurück. In einer Angriffssituation der TSG kommt Nicole Billa im Strafraum zu Fall. Erst auf den Fernsehbildern war zu erkennen, dass dies ein Foulspiel war und es eigentlich Elfmeter hatte geben müssen. Glück für den FC Bayern. 

Die Mannschaft von Jürgen Ehrmann schafft es im zweiten Durchgang an die starke Leistung der ersten Halbzeit anzuknüpfen. Man gibt den Frauen des FC Bayern weiterhin nur wenig Platz zum spielen und hält somit den 0:1 Rückstand. Einen Ausgleich erzielte man trotz allen Bemühungen nicht. Die einzige nennenswerte Chance im zweiten Durchgang gab es in der 60. Spielminute. Maximiliane Rall setzt sich gut auf der rechten Außenbahn durch und kann den Ball in den 16er bringen. Dort kommt Bayern Torhüterin Zinsberger mit den Fingerspitzen an den Ball, klärt den Ball jedoch nicht ausreichend. Jana Beuschlein wartet hinter Zinsberger, steht jedoch zwei Schritte zu weit vorne, sodass der Ball für sie unerreichbar ist. Die Bayern klären.

Alles in allem war es eine starke Leistung der TSG Hoffenheim, sich gegen Zweikampfstärkere und auch größere Bayern Frauen so durchzusetzen. In den Zweikämpfen musste Hoffenheim alles einsetzen, damit der Ball gewonnen wird oder sie selbst im Ballbesitz bleiben.
Es ist ein bisschen Symbolisch für das Spiel, dass das Tor nach einem Eckball gefallen ist. Die Kopfballduelle konnte der FC Bayern so gut wie immer für sich entscheiden. Nicht wegen einer überragenden Technik. Einfach nur aufgrund der eigenen Größe.

Der FC Bayern München bleibt somit Punktgleich mit Tabellenführer Wolfsburg. Hoffenheim findet sich im Mittelfeld der Tabelle.