Der Videoschiedsrichter

Es dürfte inzwischen allen bekannt sein das der Videoschiedsrichter in der kommenden Spielzeit, bei uns in der Bundesliga zum Einsatz kommt.
Aber natürlich muss man sich auch immer die Frage stellen, wie funktioniert das alles und wie läuft das ab?

Genau diese Frage möchte ich euch beantworten.

Aber bevor ich euch sage wie das ganze aussehen wird in der Bundesliga, wann der Videoschiri Einfluss auf das Spiel nimmt und was genau dann getan wird, möchte ich darauf eingehen, was alles getan wurde bis zu dieser Einführung.

Der Offline Test

Der Videoschiedsrichter ist schon seit letzter Saison teil der Bundesliga, doch wir haben es alle nicht gemerkt.
Die deutsche Fußball Liga (DFL) wurde von der IFAB dazu ausgewählt, die Liga zu sein, welche den Videobeweis als erstes produktiv testen darf. Die Offline Tests wurden ebenfalls von anderen Ligen durchgeführt.
Im laufe der Bundesliga-Saison 2016/2017 wurde der Videoschiedsrichter bereits versteckt getestet. Dabei wurden Videoschiedsrichter bzw. die aktuellen Schiedsrichter geschult und konnten bei Trainings- und Freundschaftsspielen erste Erfahrungen sammeln.

In dieser “Offline”-Phase konnten folgende vorbereitende Maßnahmen getroffen werden:

  • Schulung der Video-Assistenten
  • Notwendige Ausbildung der Video-Assistenten, damit diese als Bundesliga-Schiedsrichter agieren dürfen
  • Aufnehmen der Testdaten – Bsp.: “Wie lange haben die Eingriffe gedauert?”
  • Anzahl der Eingriffsmöglichkeiten geprüft
  • Testen von verschiedenen Kamerapositionen oder die Aufnahme von, für Video-Assistenten, relevante Spielsituationen
  • Weiterentwicklung der Technologie anhand der Tests
  • Reporting und Abstimmung mit der IFAB und FIFA
    • Ebenfalls hat ein Austausch stattgefunden mit anderen Ligen, die an den Tests teilgenommen haben

Die Pre-Live-Tests haben uns wieder ein gutes Stück vorangebracht in Richtung der Umsetzung in der nächsten Saison bei allen Bundesliga-Spielen.
Es war sehr wichtig, dass das Zusammenspiel zwischen Schiedsrichter und Video-Assistent erstmals mit Funkverbindung geübt werden konnte, was für die Beteiligten und für das gesamte Projekt weitere wertvolle Erfahrungen gebracht hat.
So der ehemalige FIFA Referee Hellmut Krug. Er ist aktuelle Schiedsrichter-Manager der DFL und Projektleiter der Video-Assitenten

Unter Pre-Live-Tests sind die ersten Freundschaftsspiele zu verstehen, wo die Assistenten direkt in das Spielsystem eingreifen konnten. Die Spieler waren dabei oftmals angehalten strittige Situationen herbeizuführen.
Es handelte sich überwiegend um Amateurmannschaften. Als Schiedsrichter fungierten jedoch alle 23 Bundesliga-Schiedsrichter. (Sowohl als Schiedsrichter, als auch als Video-Assistent).

Auf Basis dieser erfolgreichen Vorbereitung in Deutschland, hat die IFAB der Bundesliga erlaubt den Videoschiedsrichter in der Saison 2017/2018 Live zu testen.

Jetzt gehen wir Live!

Die Bundesliga darf nun den Schalter von Offline auf Live legen! In der Saison 2017/2018 werden wir bei kritischen Fällen den Video-Assistenten befragen dürfen.

Aber wie genau sieht dieser aus?

Die Video-Assistenten werden ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter sein. Nicht so wie bei der FIFA-Klub-WM oder dem Confederations-Cup werden die Assistenten in unmittelbarer Nähe des Stadions sein, sondern zentral ihren Sitz in Köln haben. Dort wurde eine Zentrale für diese Assistenten eingerichtet, wo Ihnen während der Spiele alle Bilder der TV-Produktionen zur Verfügung stehen.

Wann genau darf der Video-Assistent einschreiten?

  • Bei der Erzielung eines Tores
  • Strittigen Elfmetern
  • Platzverweisen
    • Verteilen & Korrigieren
  • Spielerverwechslung bei gelben und roten Karten

Ihr habt noch weitere Fragen zum Videoschiedsrichter? Dann schreibt sie uns einfach per Instagram, Facebook oder per E-Mail an eine-frage@buli-kmpkt.de! Wir freuen uns auf deine Fragen!

Weitere Informationen zur Saison 2017/2018 findet ihr unter http://buli-kmpkt.de/bundesliga/!

Informationsquelle: https://www.dfl.de/de/hintergrund/video-assistent/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.