Verlängerung (k)eine Option

Der FC Bayern München befindet sich aktuell in einem Umbruch. Uli Hoeneß setzte Hasan Salihamidzic bereits im Februar gehörig unter Druck mit der Aussage “Wenn ihr wüsstet wen wir alles schon fix haben.”. Niko Kovac äußerte sich zuletzt kritisch zur Kaderplanung und sagte, dass er noch vier Spieler bräuchte. Jetzt kommt die nächste kritische Aussage aus Reihen der Bayern. Thomas Kroth, Berater von Manuel Neuer, sagte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung, dass er die Bayern aktuell nicht als konkurrenzfähig sieht.

Manuel Neuer hat noch einen Vertrag bis 2021, laut Kroth ist der Spieler aktuell an einem Punkt, wo er sich entscheiden muss. Verlängern oder den Verein wechseln. Eine Verlängerung sei die einfachste und auch vom Spieler gewünschte Lösung. Der 33-Jährige möchte jedoch noch einige Ziele verwirklichen und die sind nicht gerade klein. Die Europameisterschaft und Champions League sollen noch gewonnen werden. Ob das wirklich mit den Bayern erreicht werden kann?

Das muss man tatsächlich abwarten. Ich persönlich denke nicht, dass Manuel Neuer nochmal mit dem FC Bayern die Champions League gewinnen wird. Dafür sind die anderen Vereine momentan zu schnell auf der linken Spur der Autobahn unterwegs. Während die Bayern noch weit unter dem Tempolimit fahren, haben die anderen Vereine das Gaspedal einmal richtig durchgedrückt.
Möchte Manuel Neuer also nochmal richtig durchstarten und internationale Titel gewinnen, dann wird er wohl den Verein verlassen müssen.

Auf einen Abschied von Manuel Neuer haben sich die Bayern scheinbar schon vorbereitet. Nachdem am Freitag der FC Schalke Markus Schubert verpflichtet und den Vertrag von Ralf Fährmann verlängert hat, wird Alexander Nübel den Verein wohl verlassen. Der Stammkeeper, der deutschen U21, hat bei Schalke noch einen Vertrag bis 2020 und kann im kommenden Sommer ablösefrei wechseln. So wird es wahrscheinlich eine schleichende Ablösung von Manuel Neuer geben. In dem Übergangsjahr 2020/2021 kann Nübel an die Mannschaft und das Niveau herangeführt werden. In der anschließenden Saison wird sich der FC Bayern ohnehin fragen müssen, ob sie noch mit Manuel Neuer in eine Saison starten werden. Wohl eher nicht. Nübel wird der Bayern-Keeper der Zukunft und Neuer geht nochmal ins Ausland.

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Hoeneß zurecht genervt?

In den letzten Tagen und Wochen wurde über Top-Transfer des FC Bayern München spekuliert. Timo Werner ist bereits seit Sommer 2018 im Gespräch. Kurz nach Saisonende kam Leroy Sané hinzu, Gareth Bale war zwischendrin mal ein Thema, zuletzt wurde über Ousmane Dembélé diskutiert. Gekommen ist nach Luca Hernandez jedoch keiner. Es wurde nur abgegeben.

“Wenn ihr wüsstet, was wir alles schon sicher haben für die kommende Saison…”
Uli Hoeneß

Was hat der FC Bayern bisher getan?
Bisher haben die Bayern keine Neuzugänge veröffentlicht. Auf der Seite der Zugänge stehen bisher nur Luca Hernandez, Benjamin Pavard und Jann-Fiete Arp fest. An sich keine schlechten Transfer. Lediglich Arp ist ein Kandidat für die Bank und ohne Anspruch auf Einsätze. Meiner Meinung nach werden die Bayern ihn auch wieder verleihen, ähnlich wie es bei Serge Gnabry lief.
Mit den Einkäufen von Hernandez und Pavard reagierten die Bayern auf die Leistungen von Hummels und Boateng in der vergangenen Saison. Nachdem der BVB nun auch Mats Hummels wieder zurückholen konnte, sieht es in der Verteidigung ohnehin dünn aus. Die beiden französischen Neuzugänge werden in der kommenden Saison um den Stammplatz neben Niklas Süle kämpfen müssen. Auf der Bank sitzt dann trotzdem ein Weltmeister und kann als klasse Back-up fungieren. Ob neben ihm auch Boateng sitzen wird ist offen, schließlich hat Hoeneß dem Weltmeister von 2014 einen Wechsel nahe gelegt.

Hummels zum BVB

Hoeneß hat sich unter Druck gesetzt.
Mit der Aussage im Februar hat Bayern Präsident Uli Hoeneß sich und den ganzen Verein unter Druck gesetzt. Klar haben die Bayern bisher 118 Millionen ausgegeben, aber vergleicht man dies mit den aktuellen Ausgaben von Real Madrid (Stand 27.06. 303 Mio€), dann haben die Bayern noch deutlich Luft nach oben. Die großen Kracher blieben aus. Gesucht werden noch Spieler für die Außenbahn. Robben und Ribéry haben ihre Verträge nicht verlängert und so bleiben nur Gnabry und Coman übrig. Verletzt sich jemand, dann muss auch schon ein Alphonso Davies ran. Eine Erstligatauglichkeit konnte der Kanadier bisher noch nicht nachweisen. Also stellt sich die Frage: Uli, wen hast du denn noch?

Sicher hat der FC Bayern wohl noch gar nichts seit Februar, außer die veröffentlichten Transfers. Eventuell haben die Bayern von Spielern/Beratern mündliche zusagen bekommen, aber so richtig fest scheint da noch nichts zu sein. Grund für die Annahme sind die ganzen Gerüchte, wo eine Ablösesumme diskutiert wird. Bei Sané wurden verschiedene Summen geboten, bis ManCity das ganze mit einer Mindestsumme von 200 Mio€ blockiert hat. Gareth Bale hätte auf Leihbasis kommen sollen. Daraus geworden ist jedoch nichts. Jetzt haben die Medien einen neuen Spieler gefunden. Der ehemalige Dortmunder Ousmane Dembélé soll im Fokus der Bayern stehen. Ebenfalls ist PSV-Flügelspieler Steven Bergwijn ein Thema bei den Bayern. Auch noch nicht abgeschrieben ist Schalke-Keeper Alexander Nübel.
Am wahrscheinlichsten finde ich Steven Bergwijn, da er einen klaren Schritt nach vorne machen würde. Für Dembele ist es aus meiner Sicht ein klarer Rückschritt. Ebenfalls wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch Alexander Nübel zu den Bayern wechseln. Schalke scheint mit Markus Schubert bereits einen Ersatz gefunden haben.

Aber ganz ruhig liebe Bayern Fans!
Es ist noch Zeit und das Transferfenster hat noch nicht begonnen. Bis Ende Juli, wie es Uli Hoeneß im Kicker-Interview sagte, sollten sich die Bayern jedoch keine Zeit lassen. Die Dortmunder haben ihre Kaderplanung soweit schon abgeschlossen. Lediglich Abgänge könnten noch kommen und kleinere Verbesserungen in der Breite. Auch Leverkusen und Hoffenheim sind schon weit fortgeschritten. Beeilen sich die Bayern nicht, dann sind die guten Spieler alle weg. Notkäufe kann sich der Rekordmeister nicht leisten, ansonsten wird der BVB die Bayern überholen. Man darf gespannt sein!

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WARUM ARP?

Am Donnerstag machten es der FC Bayern und Hamburger Sportverein öffentlich. Jann-Fiete Arp wechselt in Richtung des Rekordmeisters. Wann er geht ist ihm überlassen. An sich passt Arp zur aktuellen Einkaufspolitik der Münchener, doch trotzdem stellt sich die Frage. Warum Arp?


Schauen wir uns die Leistungsdaten des 19-jährigen an sehen wir, dass er nur in 11 der 20 Bundesligaspiele auf dem Platz stand, wovon er auch nur ein drittel der möglichen Spielzeit absolvierte. Ein Tor erzielte er noch nicht.

Fiete Arp ist ein Spieler, der beim HSV seit seiner Berufung in den Profikader unter enormen Druck stand und immer noch steht. Er wurde als der nächste Uwe Seele betitelt, ein Jahrhunderttalent. Gezeigt hat Arp davon nur herzlich wenig. Seine Leistung nimmt immer weiter ab und jetzt soll es zum Rekordmeister gehen? Es könnte wohl doch der richtige Schritt sein.

Fiete Arp zum FC Bayern

Hinter Robert Lewandowski ist nach dem Abgang von Sandro Wagner ein Platz frei geworden. Diesen wird Arp wohl ausfüllen. Schließlich ist er wohl einer der wenigen Stürmer auf dieser Welt, der es sich gefallen lässt hinter einem Lewandowski zu stehen. Die Spielpraxis dürfte ein bisschen weniger sein, als beim HSV, trotzdem ist das der richtige Schritt.

In München wird der Druck zwar nicht weniger, schließlich spielt er beim fehlerfreien Rekordmeister, trotzdem kann er sich hier auf einem hohen Niveau entwickeln. So würde ein sehr wahrscheinlicher Lewandowski Abgang kein Problem sein, schließlich hätte der FC Bayern bei einer starken Entwicklung von Arp, einen sehr guten und vor allem deutschen Nachfolger.

Ein aktuell eher unverständlicher Schritt den Jann-Fiete Arp hier geht. Aber am Ende könnte der FC Bayern hier einen Coup gelandet haben!

Folge 45: Rückblick auf die Hinrunde – Teil 1

Mit einem spannenden und torreichen Spieltag hat sich die Bundesliga in die Winterpause verabschiedet.
Lucas und ich haben uns das zum Anlass genommen eine Folge aufzunehmen, um einmal ein kleines Fazit für einige Mannschaften zu ziehen.

In dieser Folge reden wir unter anderem über die Mannschaften im Abstiegskampf, die überraschend schlechte Kölner Hinrunde, den BVB und die Aufsteiger.
Da ich nicht zu viel verraten möchte belasse ich es bei dieser kleinen aber feinen Beschreibung 😉

Ich wünsche euch viel Spaß beim anhören.

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